Gerüst für die Dachsanierung
Für eine Dachsanierung braucht es ein Gerüst Dachsanierung aus zwei Teilen: ein Fassadengerüst entlang der Aussenwände als Arbeits- und Aufstiegsebene und ein Dachfanggerüst an der Traufe, das einen Sturz vom Dach auffängt. Diese Absturzsicherung ist am Dach Pflicht – ohne sie darf ein Dachdecker nicht arbeiten. Wie viel das Gerüst für Ihr Dach ungefähr kostet, sehen Sie in 60 Sekunden: Richtpreis für Ihre Dachsanierung berechnen – kostenlos und unverbindlich.
Ob Sie ein altes Ziegeldach neu eindecken, eine Unterdachfolie ersetzen oder die Dämmung erneuern – sobald Handwerker auf oder am Dach arbeiten, steht zuerst das Gerüst. Diese Seite zeigt, welche Gerüstteile beim Dach sanieren zusammenkommen, womit Sie bei den Kosten rechnen und wann sich ein Wetterschutz lohnt.
Welches Gerüst braucht man für die Dachsanierung?
Für die Dachsanierung braucht man die Kombination aus Fassadengerüst und Dachfanggerüst. Das Fassadengerüst läuft entlang der Wände bis knapp unter die Traufe und trägt Material wie Ziegel, Lattung oder Dämmplatten. Darauf gesetzt wird das Dachfanggerüst: Seine oberste Lage ragt über die Dachkante hinaus und bildet mit Schutzwand und Fangnetz eine Auffangebene, die einen abrutschenden Arbeiter stoppt.
Zwei Bauteile sind beim Dach besonders wichtig. Erstens das Dachfanggerüst an der Traufe – die zentrale Absturzsicherung über die ganze Länge der Dachkante. Zweitens die Giebelsicherung an den schrägen Giebelseiten, wo das normale Fanggerüst nicht greift. Wie diese Schutzteile aufgebaut sind und wann welche Variante zum Einsatz kommt, beschreibt im Detail die Seite zum Dachgerüst mit Dachfanggerüst.
Steht das Dach nur teilweise zur Sanierung an, reicht oft das Einrüsten der betroffenen Seiten statt rundum. Welche Seiten nötig sind und wie weit das Fanggerüst über die Traufe reichen muss, klärt der Gerüstbauer anhand Ihrer Dachform – die Eingabe im Rechner liefert dazu eine erste Grössenordnung.
Was kostet ein Gerüst für die Dachsanierung?
Die Kosten setzen sich aus dem Fassadengerüst plus den Dach-Zuschlägen zusammen. Die Basis ist der übliche Quadratmetersatz fürs Fassadengerüst, der Auf- und Abbau sowie die erste Mietperiode abdeckt: bei niedrigen Häusern bis rund 8 m rund 8 bis 10 CHF pro m², bei mittleren Höhen bis 16 m etwa 12 bis 18 CHF pro m² und bei hohen Gebäuden 20 bis 40 CHF pro m². Dazu kommt die einmalige Baustelleneinrichtung, beim Einfamilienhaus rund 350 bis 900 CHF.
Das Eigentliche am Dach sind die Zuschläge pro Laufmeter für die Schutzteile. Diese Richtwerte geben eine Orientierung:
- Dachschutzwand / Fangnetz an der Traufe: rund 7 bis 14 CHF pro Laufmeter
- Spenglergänge (zusätzliche Arbeitsebene an der Traufe): 18 bis 24 CHF pro Laufmeter
- Giebelsicherung an den schrägen Giebelseiten: 18 bis 28 CHF pro Laufmeter
- Gerüstaufgang als Treppe oder Leiterturm: 15 bis 25 CHF pro Höhenmeter
In Summe liegt ein Einfamilienhaus mit Dacharbeiten als Richtwert bei rund 3'000 bis 8'000 CHF, durch die Dach-Zuschläge eher im oberen Teil der Spanne. Eine Dachsanierung fällt damit pro m² etwas teurer aus als ein reiner Fassadenanstrich. Wie sich die einzelnen Posten zusammensetzen, lesen Sie auf der Übersicht der Gerüstkosten. Den konkreten Wert für Ihr Dach erhalten Sie, wenn Sie Ihre Masse in den Richtpreis-Rechner eingeben.
Wann ist ein Wetterschutz bei der Dachsanierung sinnvoll?
Ein Wetterschutz lohnt sich, sobald das Dach über mehrere Tage offen liegt und die Liegenschaft bei Regen Schaden nehmen könnte. Bei einer kompletten Neueindeckung mit Ersatz der Unterdachfolie ist die Dachkonstruktion zeitweise ungeschützt – ein Wetterdach oder eine Einhausung über dem Gerüst hält Wasser und Schnee fern und lässt die Handwerker witterungsunabhängig weiterarbeiten.
Bei kurzen Eingriffen oder stabiler Schönwetterlage reicht meist eine Plane, die abends über das offene Dach gezogen wird. Geht die Sanierung in die kältere Jahreszeit oder über mehrere Wochen, ist ein fester Wetterschutz die sichere Wahl – er schützt vor Bauverzögerung und Folgeschäden. Welche Varianten es gibt und womit Sie rechnen, beschreibt die Seite zur Wetterschutz-Einhausung über dem Gerüst.
Absturzsicherung am Dach – Pflicht statt Option
Arbeiten an und auf dem Dach gehören zu den gefährlichsten Tätigkeiten am Bau. Schon ab zwei Metern Absturzhöhe ist eine Sicherung vorgeschrieben, und bei Dachneigung beginnt der absturzgefährdete Bereich nahe der Traufe. Darum ist das Dachfanggerüst keine Option, sondern Pflicht: Es muss vorhanden sein, bevor der erste Handwerker aufs Dach steigt. Die massgebenden Anforderungen an Fanggerüst, Schutzwandhöhe und Abstand zur Traufe hält die SUVA für Arbeiten an Dächern fest.
Verantwortlich für den normgerechten Aufbau ist der ausführende Gerüstbauer. Nach der Montage wird das Gerüst geprüft und freigegeben – erst dann darf die Dacharbeit beginnen. Als Auftraggeber müssen Sie nichts selbst sichern, aber Sie sollten darauf bestehen, dass das Fanggerüst vor dem ersten Dachtag steht. Das ist kein Luxus, sondern gesetzliche Voraussetzung.
Wie lange steht das Gerüst während der Dacharbeiten?
Wie lange das Gerüst steht, richtet sich nach Umfang und Witterung der Dacharbeiten. Eine reine Neueindeckung eines Einfamilienhauses ist oft in ein bis zwei Wochen erledigt; kommen Dämmung, Spenglerei, Kamin und Solarvorbereitung dazu, sind mehrere Wochen realistisch. In der Gerüstmiete ist eine Standard-Standzeit enthalten, die diese Dauer meist abdeckt.
Zieht sich die Sanierung – etwa wegen Schlechtwetter oder zusätzlicher Arbeiten – länger hin, fällt eine Mehrmiete an. Als Richtwert rechnet man die Verlängerung mit rund 160 bis 410 CHF pro Woche oder 0.60 bis 2.– CHF pro m² und Monat. Wer Dachdecker, Spengler und allfälligen Solarteur gut aufeinander abstimmt, hält die Standzeit kurz und nutzt dasselbe Gerüst für alle Gewerke nacheinander. Geben Sie Ihre voraussichtliche Dauer im Formular an, damit der Richtpreis möglichst genau wird.
Häufige Fragen zum Gerüst bei der Dachsanierung
Braucht es bei jeder Dachsanierung ein Gerüst?
Ja, sobald Handwerker auf oder am Dach arbeiten. Schon ab zwei Metern Absturzhöhe ist eine Sicherung vorgeschrieben, und bei einem geneigten Dach beginnt der gefährliche Bereich nahe der Traufe. Erst ein Fassaden- mit Dachfanggerüst macht die Arbeit gesetzeskonform und sicher.
Was ist ein Dachfanggerüst?
Ein Dachfanggerüst ist die oberste Lage des Gerüsts, die über die Dachkante hinausragt und mit Schutzwand und Fangnetz eine Auffangebene bildet. Rutscht ein Arbeiter vom Dach ab, wird er an der Traufe aufgefangen, statt zu Boden zu stürzen. Es ist die zentrale Absturzsicherung bei jeder Dacharbeit.
Wie viel teurer wird das Gerüst durch die Dacharbeiten?
Die Dach-Zuschläge fallen pro Laufmeter an: Dachschutzwand rund 7 bis 14 CHF, Spenglergänge 18 bis 24 CHF, Giebelsicherung 18 bis 28 CHF pro Laufmeter. Dadurch liegt ein Gerüst für die Dachsanierung pro m² etwas höher als ein reines Fassadengerüst. Den genauen Aufschlag für Ihr Dach zeigt der Richtpreis-Rechner.
Lohnt sich ein Wetterschutz bei der Dachsanierung?
Ein Wetterschutz lohnt sich, wenn das Dach mehrere Tage offen liegt oder die Sanierung in die nasse Jahreszeit fällt. Ein Wetterdach hält Regen und Schnee von der offenen Konstruktion fern und verhindert Bauverzögerung und Folgeschäden. Bei kurzen Eingriffen bei stabilem Wetter reicht oft eine abendliche Notabdeckung.
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