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Rollgerüst

Ein Rollgerüst ist ein fahrbares Arbeitsgerüst auf Rollen, das sich für kurze, punktuelle Arbeiten in mässiger Höhe eignet – drinnen wie draussen. Wo ein Maler eine Deckenleiste streicht, ein Elektriker eine Leuchte montiert oder ein Hauswart eine Storenwelle wechselt, ist das mobile Gerüst meist schneller am Platz als ein verankertes Standgerüst. Sein Vorteil: Es lässt sich frei verschieben und ohne Wandanker aufstellen. Brauchen Sie für Ihr Vorhaben eher eine durchgehende Fassadenfläche, liefert der Richtpreis-Rechner für Gerüste in 60 Sekunden eine erste Orientierung – kostenlos und unverbindlich.

Mobiles Rollgerüst auf einer Baustelle
Abb. — Fahrbares Rollgerüst für punktuelle Arbeiten

Was ist ein Rollgerüst?

Ein Rollgerüst – auch Fahrgerüst genannt – ist ein freistehender Gerüstturm aus leichten Aluminium-Rahmen, Belägen und Diagonalstreben, der auf vier lenkbaren Fahrrollen steht. Über innenliegende Leitern steigt man auf die oberste Arbeitsebene, die rundum mit dreiteiligem Seitenschutz gesichert ist. Weil das Gerüst nicht in der Wand verankert wird, gibt seine Standfläche samt ausschwenkbaren Auslegern und Ballastgewichten die Standsicherheit vor.

Der grosse Unterschied zum klassischen Standgerüst: Das mobile Gerüst trägt sich selbst. Statt es Ebene für Ebene neu zu verankern, rollen Sie es nach getaner Arbeit ein paar Meter weiter zur nächsten Stelle. Dafür ist die nutzbare Arbeitshöhe und -fläche kleiner als bei einem Fassadengerüst, das eine ganze Hauswand bedeckt.

Wofür eignet sich ein Fahrgerüst?

Das Fahrgerüst spielt seine Stärke überall dort aus, wo nacheinander an mehreren Stellen kurz gearbeitet wird und kein Material über Tage gelagert werden muss. Typische Einsätze:

  • Innenausbau – Decken streichen, Trockenbau, Gipserarbeiten in Treppenhäusern oder Hallen
  • Elektro und Haustechnik – Leuchten, Rauchmelder, Lüftungsauslässe montieren
  • Unterhalt und Hauswartung – Storen, Fensterläden, Beschattungen warten
  • Punktuelle Aussenarbeiten – einzelne Storenkästen, Vordächer, Reklametafeln
  • Reinigung – hohe Fenster, Lichtkuppeln, Industrieverglasungen

Sobald Sie aber flächig über eine ganze Fassade arbeiten oder schwere Lasten vorhalten, stösst das mobile Gerüst an seine Grenzen. Welche Bauform zu Ihrem Vorhaben passt, zeigt die Übersicht der Gerüstarten; für flächige Fassadenarbeiten lohnt der Blick aufs verankerte Fassadengerüst.

Rollgerüst oder Standgerüst – die Abgrenzung

Beide Gerüsttypen schaffen sichere Arbeitsebenen, lösen aber unterschiedliche Aufgaben. Das Rollgerüst ist mobil, schnell aufgebaut und ohne Verankerung einsatzbereit – ideal für Arbeiten, die innert Stunden an wechselnden Punkten erledigt sind. Das Standgerüst wird verankert, bleibt über die ganze Bauphase stehen und deckt grosse, zusammenhängende Flächen ab.

Als Faustregel gilt: Reden Sie von einzelnen Stellen, kurzer Dauer und mässiger Höhe, ist das Fahrgerüst die wirtschaftlichere Wahl. Geht es um eine ganze Fassade, eine Sanierung über Wochen oder Dacharbeiten mit Absturzkante, führt am Standgerüst kein Weg vorbei. Für ein mobiles Gerüst gilt die Norm SN EN 1004 für fahrbare Arbeitsbühnen; sie regelt Aufbau, Höhe und Standsicherheit.

Rollgerüst mieten statt kaufen

Für die meisten privaten und gewerblichen Auftraggeber lohnt sich Mieten mehr als Kaufen. Ein eigenes Gerüst bindet Kapital, will gewartet und geprüft sein und nimmt im Lager Platz weg – bei wenigen Einsätzen pro Jahr rechnet sich das selten. Wer mietet, bekommt geprüftes Material, das passende Höhenpaket und auf Wunsch Auf- und Abbau dazu.

Häufige private Aufgaben wie ein Treppenhaus-Anstrich sind mit einem Wochenend-Mietgerüst günstig erledigt. Geht das Projekt über mehrere Wochen oder braucht es zusätzlich eine verankerte Fläche, sollten Sie früh die Gesamtkosten gegenüberstellen. Was Auf- und Abbau, Baustelleneinrichtung und Mietdauer ausmachen, lesen Sie unter Gerüstkosten. Den konkreten Richtwert für Ihr Vorhaben erhalten Sie sofort über den Richtpreis-Rechner.

Was kostet die Miete eines Rollgerüsts?

Die Mietkosten eines Fahrgerüsts hängen vor allem von der Arbeitshöhe, der Mietdauer und davon ab, ob Sie selbst auf- und abbauen oder das dem Betrieb überlassen. Als grobe Orientierung gelten für ein Gerüst die schweizweiten Richtwerte rund um Auf-/Abbau und Mehrmiete:

  • Auf- und Abbau samt erster Mietperiode: bei niedrigen Aufbauten bis rund 8 m etwa 8 bis 10 CHF pro m² Arbeitsfläche
  • Längere Standzeit / Vorhalten: ungefähr 160 bis 410 CHF pro zusätzliche Woche
  • Anlieferung und Einrichtung: für kleine Vorhaben am Einfamilienhaus rund 350 bis 900 CHF

Das sind Richtwerte zur Einordnung – kein verbindlicher Preis. Wie hoch das Gerüst sein muss, über wie viele Tage Sie es brauchen und ob ein blosses Fahrgerüst genügt oder doch eine verankerte Fläche, entscheidet am Ende über die Kosten. Geben Sie Ihre Masse in den Richtpreis-Rechner ein, und Sie sehen Ihre Grössenordnung sofort.

Standsicherheit und Vorschriften beim mobilen Gerüst

Weil ein Rollgerüst nicht verankert ist, steht und fällt die Sicherheit mit dem korrekten Aufbau. Die vier Fahrrollen müssen vor jedem Aufstieg festgestellt sein, damit das Gerüst nicht wegrollt. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein; bei Gefälle oder weichem Boden gleicht man mit Spindeln und Unterlagen aus. Ab einer bestimmten Höhe sind Ausleger oder Ballast Pflicht, um das Kippen zu verhindern, und der dreiteilige Seitenschutz – Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett – gehört an jede Arbeitsebene. Verschoben wird nur, solange niemand oben steht und keine losen Teile mitfahren.

Die technischen Anforderungen an fahrbare Arbeitsbühnen regelt die Norm SN EN 1004, einsehbar bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung. Wer das Gerüst über einen Mietbetrieb bezieht, erhält geprüftes, normkonformes Material und eine Aufbauanleitung für die jeweilige Höhe – nutzen Sie beides konsequent.

Häufige Fragen zum Rollgerüst

Wie hoch darf ein Rollgerüst sein?

Frei stehende Fahrgerüste sind je nach Aufstellort begrenzt: in Innenräumen typischerweise bis rund 12 m Standhöhe, im Freien bis etwa 8 m. Massgebend sind Ballast, Ausleger und Verhältnis von Standfläche zu Höhe nach SN EN 1004. Den genauen Wert gibt die Aufbauanleitung des jeweiligen Gerüstsystems vor.

Soll ich ein Rollgerüst mieten oder kaufen?

Für die meisten lohnt sich Mieten. Ein Kauf bindet Kapital und verlangt Wartung sowie regelmässige Prüfung, was sich bei wenigen Einsätzen kaum rechnet. Wer das mobile Gerüst nur gelegentlich für Unterhalt oder einen Anstrich braucht, fährt mit einem Wochen- oder Wochenend-Mietgerüst deutlich günstiger.

Darf ich ein Rollgerüst selbst aufbauen?

Ja, ein Fahrgerüst ist für die Selbstmontage ausgelegt – anders als ein verankertes Fassadengerüst. Wichtig sind ebener Untergrund, festgestellte Rollen, korrekt gesetzte Ausleger oder Ballast und der vollständige Seitenschutz. Halten Sie sich strikt an die mitgelieferte Aufbauanleitung und prüfen Sie das Gerüst vor jedem Aufstieg.

Was kostet die Miete pro Woche?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil Höhe, Dauer und Auf-/Abbau den Preis bestimmen. Als Orientierung liegt das Vorhalten über die erste Periode hinaus bei rund 160 bis 410 CHF pro Woche. Den konkreten Richtwert für Ihr Vorhaben liefert der Richtpreis-Rechner anhand Ihrer Masse.

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Beschreiben Sie Ihr Vorhaben – Gerüsttyp, die Masse Ihrer Arbeitsstelle und die gewünschte Höhe – und Sie erhalten sofort einen unverbindlichen Richtpreis für Ihr Gerüst. Stimmt die Grössenordnung, fordern Sie mit einem Klick die verbindliche Offerte an. Den Richtpreis sehen Sie in Sekunden; die definitive Offerte erstellt ein Partner-Gerüstbauer.

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