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Rollgerüst

Ein Rollgerüst ist ein fahrbares Arbeitsgerüst auf Rollen für kurze, punktuelle Arbeiten in mässiger Höhe – drinnen wie draussen. Es heisst je nach Region auch Fahrgerüst, mobiles oder fahrbares Gerüst und besteht meist aus leichten Aluminium-Rahmen. Wo ein Maler eine Deckenleiste streicht, ein Elektriker eine Leuchte montiert oder ein Hauswart eine Storenwelle wechselt, ist das mobile Gerüst schneller am Platz als ein verankertes Standgerüst – und für einen einzelnen Einsatz lässt es sich unkompliziert mieten. Sein Vorteil: Es lässt sich frei verschieben und ohne Wandanker aufstellen. Brauchen Sie für Ihr Vorhaben eher eine durchgehende Fassadenfläche, liefert der Richtpreis-Rechner für Gerüste in 60 Sekunden eine erste Orientierung – kostenlos und unverbindlich.

Mobiles Rollgerüst auf einer Baustelle
Abb. — Fahrbares Rollgerüst für punktuelle Arbeiten

Was ist ein Rollgerüst?

Ein Rollgerüst – auch Fahrgerüst genannt – ist ein freistehender Gerüstturm aus leichten Aluminium-Rahmen (daher oft Alu-Rollgerüst), Belägen und Diagonalstreben, der auf vier lenkbaren Fahrrollen steht. Über innenliegende Leitern steigt man auf die oberste Arbeitsebene, die rundum mit dreiteiligem Seitenschutz gesichert ist. Weil das Gerüst nicht in der Wand verankert wird, gibt seine Standfläche samt ausschwenkbaren Auslegern und Ballastgewichten die Standsicherheit vor.

Der grosse Unterschied zum klassischen Standgerüst: Das mobile Gerüst trägt sich selbst. Statt es Ebene für Ebene neu zu verankern, rollen Sie es nach getaner Arbeit ein paar Meter weiter zur nächsten Stelle. Dafür ist die nutzbare Arbeitshöhe und -fläche kleiner als bei einem Fassadengerüst, das eine ganze Hauswand bedeckt.

Rollgerüst, Fahrgerüst, Klappgerüst: die Begriffe kurz erklärt

Für dasselbe mobile Gerüst kursieren mehrere Namen – und ein paar davon meinen etwas Anderes. Kurz sortiert:

  • Rollgerüst und Fahrgerüst bezeichnen dieselbe Bauform. «Fahrgerüst» ist der normnahe Begriff (die Norm SN EN 1004 spricht von fahrbaren Arbeitsbühnen), «Rollgerüst» der umgangssprachliche. In der Offerte tauchen beide Wörter auf – gemeint ist stets das Gerüst auf feststellbaren Rollen.
  • Mobiles Gerüst und fahrbares Gerüst sind Oberbegriffe für jedes Gerüst auf Rollen. Wer «mobiles Gerüst mieten» sucht, meint in aller Regel genau ein Rollgerüst.
  • Alu-Rollgerüst ist keine eigene Gerüstart, sondern der Materialhinweis: Die allermeisten Rollgerüste bestehen aus Aluminium – leicht zu versetzen, rostfrei und trotzdem tragfähig.
  • Klappgerüst meint eine kompakte Sonderform, deren Rahmen sich für Transport und Lagerung zusammenklappen lässt. Es ist niedriger und kleiner als ein klassisches Rollgerüst und eignet sich für Arbeiten bis rund drei bis vier Meter Höhe – etwa im Innenausbau oder für den Hausunterhalt. Braucht Ihre Arbeit mehr Höhe oder eine grössere Standfläche, ist das reguläre Rollgerüst die richtige Wahl.

Die technischen Anforderungen an fahrbare Arbeitsbühnen regelt die Norm SN EN 1004, einsehbar bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung.

Wofür eignet sich ein Fahrgerüst?

Das Fahrgerüst spielt seine Stärke überall dort aus, wo nacheinander an mehreren Stellen kurz gearbeitet wird und kein Material über Tage gelagert werden muss. Typische Einsätze:

  • Innenausbau – Decken streichen, Trockenbau, Gipserarbeiten in Treppenhäusern oder Hallen
  • Elektro und Haustechnik – Leuchten, Rauchmelder, Lüftungsauslässe montieren
  • Unterhalt und Hauswartung – Storen, Fensterläden, Beschattungen warten
  • Punktuelle Aussenarbeiten – einzelne Storenkästen, Vordächer, Reklametafeln
  • Reinigung – hohe Fenster, Lichtkuppeln, Industrieverglasungen

Für flächige Malerarbeiten an einer ganzen Fassade rechnet sich hingegen selten ein Rollgerüst – dort ist das verankerte Standgerüst gesetzt, wie die Seite Gerüst für Malerarbeiten zeigt. Sobald Sie flächig über eine ganze Fassade arbeiten oder schwere Lasten vorhalten, stösst das mobile Gerüst an seine Grenzen. Welche Bauform zu Ihrem Vorhaben passt, zeigt die Übersicht der Gerüstarten; für flächige Fassadenarbeiten lohnt der Blick aufs verankerte Fassadengerüst.

Rollgerüst oder Standgerüst – wann welches?

Beide Gerüsttypen schaffen sichere Arbeitsebenen, lösen aber unterschiedliche Aufgaben. Das Rollgerüst ist mobil, schnell aufgebaut und ohne Verankerung einsatzbereit – ideal für Arbeiten, die innert Stunden an wechselnden Punkten erledigt sind. Das Standgerüst wird verankert, bleibt über die ganze Bauphase stehen und deckt grosse, zusammenhängende Flächen ab.

Als Faustregel gilt: Reden Sie von einzelnen Stellen, kurzer Dauer und mässiger Höhe, ist das Fahrgerüst die wirtschaftlichere Wahl. Geht es um eine ganze Fassade, eine Sanierung über Wochen oder Dacharbeiten mit Absturzkante, führt am Standgerüst kein Weg vorbei.

Nicht dasselbe: Treppenturm und Treppenhausgerüst

Weil ein Rollgerüst oft im Treppenhaus zum Einsatz kommt, wird es leicht mit zwei anderen Bauformen verwechselt. Ein Treppenturm ist kein Arbeits-, sondern ein reiner Aufstieg: eine feste Treppe, über die Handwerker sicher aufs Gerüst oder zwischen Etagen gelangen – Details unter Treppenturm. Ein Treppenhausgerüst wiederum ist ein an die Treppenwangen angepasstes Innengerüst, mit dem sich die hohen Wände über dem Treppenlauf bearbeiten lassen; dazu bleibt das Gerüst stehen, statt zu rollen (siehe Treppenhausgerüst). Für kurze, punktuelle Arbeiten in einem gut zugänglichen Raum bleibt dagegen das Rollgerüst die flexibelste Lösung.

Rollgerüst mieten: Ablauf und Leistung

Für die meisten privaten und gewerblichen Auftraggeber lohnt es sich mehr, ein Rollgerüst zu mieten, als eines zu kaufen. Ein eigenes Gerüst bindet Kapital, will gewartet und geprüft sein und nimmt im Lager Platz weg – bei wenigen Einsätzen pro Jahr rechnet sich das selten. Wer mietet, bekommt geprüftes Material, das passende Höhenpaket und auf Wunsch Auf- und Abbau dazu. So läuft es in der Regel ab:

  1. Vorhaben und Höhe angeben – Arbeitshöhe, Aufstellort (innen oder aussen) und die voraussichtliche Mietdauer.
  2. Gerüst beziehen – das mobile Gerüst wird geliefert oder abgeholt; auf Wunsch übernimmt der Betrieb Auf- und Abbau.
  3. Zurückgeben – nach getaner Arbeit geht das Fahrgerüst zurück, abgerechnet wird nach Mietdauer.

Häufige private Aufgaben wie ein Treppenhaus-Anstrich sind mit einem Wochenend-Mietgerüst günstig erledigt. Geht das Projekt über mehrere Wochen oder braucht es zusätzlich eine verankerte Fläche, sollten Sie früh die Gesamtkosten gegenüberstellen. Wie das Mieten eines Gerüsts allgemein abläuft und was die Miete umfasst, lesen Sie unter Gerüst mieten; den konkreten Richtwert für Ihr Vorhaben erhalten Sie sofort über den Richtpreis-Rechner.

Was kostet es, ein Rollgerüst zu mieten?

Die Mietkosten eines Fahrgerüsts hängen vor allem von der Arbeitshöhe, der Mietdauer und davon ab, ob Sie selbst auf- und abbauen oder das dem Betrieb überlassen. Als grobe Orientierung gelten die schweizweiten Richtwerte rund um Auf-/Abbau und Mehrmiete:

  • Auf- und Abbau samt erster Mietperiode: bei niedrigen Aufbauten bis rund 8 m etwa 8 bis 10 CHF pro m² Arbeitsfläche
  • Längere Standzeit / Vorhalten: ungefähr 160 bis 410 CHF pro zusätzliche Woche
  • Anlieferung und Einrichtung: für kleine Vorhaben rund 350 bis 900 CHF

Das sind Richtwerte zur Einordnung – kein verbindlicher Preis. Wie hoch das Gerüst sein muss, über wie viele Tage Sie es brauchen und ob ein blosses Fahrgerüst genügt oder doch eine verankerte Fläche, entscheidet am Ende über die Kosten. Wie sich Auf-/Abbau, Baustelleneinrichtung und Mietdauer zusammensetzen, lesen Sie unter Gerüstkosten. Geben Sie Ihre Masse in den Richtpreis-Rechner ein, und Sie sehen Ihre Grössenordnung sofort.

Standsicherheit und Vorschriften beim mobilen Gerüst

Weil ein Rollgerüst nicht verankert ist, steht und fällt die Sicherheit mit dem korrekten Aufbau. Die vier Fahrrollen müssen vor jedem Aufstieg festgestellt sein, damit das Gerüst nicht wegrollt. Der Untergrund muss eben und tragfähig sein; bei Gefälle oder weichem Boden gleicht man mit Spindeln und Unterlagen aus. Ab einer bestimmten Höhe sind Ausleger oder Ballast Pflicht, um das Kippen zu verhindern, und der dreiteilige Seitenschutz – Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett – gehört an jede Arbeitsebene. Verschoben wird nur, solange niemand oben steht und keine losen Teile mitfahren.

Ab zwei Metern Absturzhöhe ist der Seitenschutz Pflicht; die verbindlichen Vorgaben zum sicheren Arbeiten in der Höhe macht die SUVA für Gerüste und Absturzsicherung. Wer das Gerüst über einen Mietbetrieb bezieht, erhält geprüftes, normkonformes Material und eine Aufbauanleitung für die jeweilige Höhe – nutzen Sie beides konsequent.

Häufige Fragen zum Rollgerüst

Was ist der Unterschied zwischen Rollgerüst und Fahrgerüst?

Es gibt keinen – beide Wörter meinen dasselbe mobile Gerüst auf feststellbaren Rollen. «Fahrgerüst» ist der normnahe Begriff aus der SN EN 1004 für fahrbare Arbeitsbühnen, «Rollgerüst» die umgangssprachliche Bezeichnung. In Offerten und Katalogen tauchen beide auf, ohne dass ein technischer Unterschied dahintersteht.

Was ist ein Klappgerüst?

Ein Klappgerüst ist eine kompakte Sonderform des Rollgerüsts, deren Rahmen sich zusammenklappen lässt. Das macht es leicht zu transportieren und zu lagern, begrenzt aber die Höhe: Klappgerüste eignen sich für Arbeiten bis rund drei bis vier Meter. Für mehr Höhe oder eine grössere Standfläche nimmt man ein reguläres Rollgerüst.

Wie hoch darf ein Rollgerüst sein?

Frei stehende Fahrgerüste sind je nach Aufstellort begrenzt: in Innenräumen typischerweise bis rund 12 m Standhöhe, im Freien bis etwa 8 m. Massgebend sind Ballast, Ausleger und Verhältnis von Standfläche zu Höhe nach SN EN 1004. Den genauen Wert gibt die Aufbauanleitung des jeweiligen Gerüstsystems vor.

Was kostet es, ein Rollgerüst pro Woche zu mieten?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil Höhe, Dauer und Auf-/Abbau den Preis bestimmen. Als Orientierung liegt das Vorhalten über die erste Periode hinaus bei rund 160 bis 410 CHF pro Woche, dazu kommen Anlieferung und Einrichtung. Den konkreten Richtwert für Ihr Vorhaben liefert der Richtpreis-Rechner anhand Ihrer Masse.

Soll ich ein Rollgerüst mieten oder kaufen?

Für die meisten lohnt sich Mieten. Ein Kauf bindet Kapital und verlangt Wartung sowie regelmässige Prüfung, was sich bei wenigen Einsätzen kaum rechnet. Wer das mobile Gerüst nur gelegentlich für Unterhalt oder einen Anstrich braucht, fährt mit einem Wochen- oder Wochenend-Mietgerüst deutlich günstiger.

Darf ich ein Rollgerüst selbst aufbauen?

Ja, ein Fahrgerüst ist für die Selbstmontage ausgelegt – anders als ein verankertes Fassadengerüst. Wichtig sind ebener Untergrund, festgestellte Rollen, korrekt gesetzte Ausleger oder Ballast und der vollständige Seitenschutz. Halten Sie sich strikt an die mitgelieferte Aufbauanleitung und prüfen Sie das Gerüst vor jedem Aufstieg.

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Beschreiben Sie Ihr Vorhaben – Gerüsttyp, die Masse Ihrer Arbeitsstelle und die gewünschte Höhe – und Sie erhalten sofort einen unverbindlichen Richtpreis für Ihr Gerüst. Stimmt die Grössenordnung, fordern Sie mit einem Klick die verbindliche Offerte an. Den Richtpreis sehen Sie in Sekunden; die definitive Offerte erstellt ein Partner-Gerüstbauer.

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