Treppenhausgerüst
Ein Treppenhausgerüst – auch Innengerüst oder Treppengerüst genannt – ist ein Arbeitsgerüst, das im Treppenhaus oder in hohen Innenräumen aufgebaut wird, damit Wände, Decken und die hohen Treppenhauswände in jeder Höhe sicher bearbeitet werden können. Seine Stiele lassen sich höhenversetzt auf die einzelnen Treppenstufen abstützen, sodass die Arbeitsbühne trotz schräger Treppe waagrecht und standsicher steht. Anders als ein Treppenturm für den sicheren Aufstieg, der nur dem Auf- und Abstieg dient, ist das Treppenhausgerüst eine Arbeitsplattform. Was ein Gerüst für Ihr Treppenhaus oder Ihren Innenraum ungefähr kostet, sehen Sie in einer Minute: Richtpreis fürs Innengerüst berechnen – unverbindlich und kostenlos.
Was ist ein Treppenhausgerüst?
Ein Treppenhausgerüst ist ein Innengerüst, das die unterschiedlichen Höhen einer Treppe ausgleicht. Über höhenverstellbare Spindeln und seitliche Ausleger stehen die Stiele sicher auf den versetzten Stufen, während die Beläge eine ebene, waagrechte Arbeitsfläche bilden. So lässt sich auch ein offenes, mehrere Meter hohes Treppenhaus sicher bearbeiten, wo eine Leiter zu wackelig und ein normales Standgerüst auf der schrägen Treppe nicht standsicher wäre.
Errichtet wird es aus denselben genormten Systembauteilen wie ein Fassadengerüst – Rahmen oder Stiele, Riegel, durchgehende Beläge und ein dreiteiliger Seitenschutz aus Geländer, Zwischenholm und Bordbrett. Der Unterschied liegt in der Funktion und im Ort: Das Treppenhausgerüst steht im Gebäudeinnern und dient dem Arbeiten, nicht dem Begehen. Gebräuchliche Bezeichnungen für dieselbe Sache sind Treppengerüst, Innengerüst oder schlicht „Gerüst im Treppenhaus".
Treppenhausgerüst, Treppenturm oder Rollgerüst – was ist der Unterschied?
Ein Treppenhausgerüst ist eine Arbeitsbühne im Innern, die die Höhenunterschiede einer Treppe ausgleicht. Ein Treppenturm ist dagegen ein Aufstieg aussen am Bau, ein Rollgerüst ein mobiler Turm für ebenen Boden. Kurz: Das eine dient dem Arbeiten im Treppenhaus, das andere dem Hinaufkommen, das dritte dem flexiblen Versetzen. Die Übersicht:
| Gerüst | Zweck | Steht … | Typischer Anlass |
|---|---|---|---|
| Treppenhausgerüst (Innengerüst) | Arbeiten an Wänden und Decken | im Gebäude, höhenversetzt auf den Stufen | Maler-, Gipser-, Elektroarbeiten im Treppenhaus |
| Treppenturm | Sicherer Auf- und Abstieg | aussen am Fassadengerüst | Personen- und Materialaufstieg am Bau |
| Rollgerüst | Flexible, punktuelle Arbeiten | mobil auf Rollen, ebener Boden | kurze Arbeiten, einfache Innenräume |
Für ein niedriges, ebenerdiges Innenprojekt genügt oft ein wendiges Rollgerüst auf Rollen. Sobald aber eine Treppe im Spiel ist oder der Raum mehrere Meter hochreicht, ist das Treppenhausgerüst die sichere Wahl. Sehr verwinkelte oder hohe Konstruktionen fallen in den Bereich der Sonderkonstruktionen und Spezialgerüste.
Wann braucht man ein Treppenhausgerüst?
Immer dann, wenn in einem Treppenhaus oder hohen Innenraum über mehrere Meter Höhe gearbeitet wird und Leiter oder Rollgerüst auf den Stufen keinen sicheren Stand finden. Typische Anlässe sind Maler- und Gipserarbeiten an den hohen Wänden eines Treppenhauses, das Streichen oder Verputzen von Decken, Elektro- und Beleuchtungsarbeiten an Lichtschächten sowie Renovationen in Eingangshallen, Kirchen oder Industriehallen mit grosser Raumhöhe.
Wer privat ein offenes Treppenhaus mit fünf, sechs Meter hohen Wänden streichen will, unterschätzt die Sturzgefahr auf der Treppe oft – genau hier verhindert ein Innengerüst mit ausgeglichener, waagrechter Bühne den Absturz. Geht es nur um eine einzelne Stelle in mässiger Höhe über ebenem Boden, prüfen Sie zuerst die einfachere Variante unter Gerüst selber stellen oder Profi beauftragen.
Was kostet ein Treppenhausgerüst?
Ein Innengerüst fürs Treppenhaus ist meist ein überschaubarer Auftrag, kein Komplett-Einrüsten eines Hauses. Als Orientierung beginnt der Richtwert bei rund 700 CHF – das ist der Mindestansatz inklusive Anfahrt und Kleinmengen – und steigt mit Raumhöhe, Grundfläche und Mietdauer. Bei grossen Innenflächen wie einer hohen Eingangshalle gilt dieselbe Quadratmeter-Logik wie aussen: rund 8 bis 40 CHF pro m² Gerüstfläche, gestaffelt nach Höhe. Das sind Richtwerte, keine Offerte.
Wie sich ein Quadratmeterpreis im Detail zusammensetzt, lesen Sie unter Gerüstkosten in der Schweiz. Den konkreten Richtwert für Ihren Fall erhalten Sie sofort über den Richtpreis-Rechner: Wählen Sie dort den Gerüsttyp „Anderes / unsicher" und beschreiben Sie das Treppenhaus oder den Raum im Textfeld – Höhe, ungefähre Fläche und was gemacht werden soll.
Wie wird ein Treppenhausgerüst sicher aufgebaut?
Entscheidend ist die Standsicherheit auf der Treppe: Die Stützen werden über verstellbare Spindeln so abgefangen, dass die Last sauber in die Stufen abgeleitet wird und die Bühne nicht kippt. Jede Arbeitsebene braucht vollflächige, trittsichere Beläge und ab zwei Metern Absturzhöhe den dreiteiligen Seitenschutz. Im engen Treppenhaus ist zudem auf den Abstand zur offenen Treppenkante und auf einen gesicherten Zugang zu achten.
Die verbindlichen Vorgaben zu Arbeitsgerüsten und Absturzsicherung macht die SUVA für Gerüste und Absturzsicherung; verantwortlich für den normgerechten Auf- und Abbau ist der ausführende Betrieb, der das Gerüst nach der Montage kontrolliert und freigibt. Wer als Laie selbst aufbaut, trägt diese Verantwortung selbst – ein Grund, im Zweifel den Fachbetrieb stellen zu lassen.
Treppenhausgerüst mieten – selber oder vom Fachbetrieb?
Kleine, fahrbare Treppengerüste für niedrige Höhen kann man im Baumarkt oder bei einem Verleih selbst mieten – das ist die Do-it-yourself-Variante für einfache Fälle und verwandt mit dem Rollgerüst. Für hohe, offene oder verwinkelte Treppenhäuser lohnt sich dagegen der Fachbetrieb: Er bringt das passende System mit, gleicht die Treppe fachgerecht aus und übernimmt die Verantwortung für die Standsicherheit. Wie das Mieten abläuft und was darin enthalten ist, erklärt die Seite Gerüst mieten.
Häufige Fragen zum Treppenhausgerüst
Was ist der Unterschied zwischen Treppenhausgerüst und Treppenturm?
Ein Treppenhausgerüst ist eine Arbeitsbühne im Innern, die die Höhenunterschiede einer Treppe ausgleicht, damit man an Wänden und Decken arbeiten kann. Ein Treppenturm ist ein eigenständiger Aufstieg auf der Baustelle, über den Personen und Material sicher nach oben gelangen. Das eine dient dem Arbeiten, das andere dem Begehen.
Kann ich im Treppenhaus nicht einfach ein Rollgerüst nehmen?
Auf ebenem Boden ja, auf einer Treppe nicht ohne Weiteres: Ein normales Rollgerüst steht auf der schrägen Stufe nicht waagrecht und damit nicht standsicher. Treppenhausgerüste gleichen diesen Höhenversatz über verstellbare Spindeln aus. Für niedrige Arbeiten über ebenem Boden bleibt das Rollgerüst aber die einfachere Wahl.
Was kostet ein Gerüst fürs Treppenhaus?
Als Richtwert beginnt ein Innengerüst bei rund 700 CHF und steigt mit Raumhöhe, Fläche und Mietdauer. Bei grossen Innenflächen gilt die Quadratmeter-Logik von rund 8 bis 40 CHF pro m² je nach Höhe. Den genauen Richtwert liefert der Richtpreis-Rechner, wenn Sie Höhe und Fläche beschreiben.
Darf ich ein Treppenhausgerüst selbst aufbauen?
Für kleine, fahrbare Treppengerüste in niedriger Höhe ist das möglich, sofern Beläge und Seitenschutz korrekt gesetzt sind. Bei hohen oder offenen Treppenhäusern ist der Fachbetrieb sinnvoller: Er sorgt für die Standsicherheit und übernimmt die Verantwortung, die sonst bei Ihnen liegt.
Richtpreis fürs Treppenhausgerüst berechnen
Beschreiben Sie Ihr Projekt – die Raumhöhe, die ungefähre Fläche und was im Treppenhaus gemacht werden soll – und Sie erhalten sofort einen unverbindlichen Richtpreis für Ihr Innengerüst. Passt die Grössenordnung, fordern Sie mit einem Klick die verbindliche Offerte an. Den Richtpreis sehen Sie in Sekunden; die definitive Offerte erstellt ein Partner-Gerüstbauer.