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Fassadengerüst

Das Fassadengerüst ist das meistgenutzte Arbeitsgerüst am Bau: ein standfestes, verankertes Gerüst entlang der Hauswand, das sicheres Arbeiten über die ganze Fassadenhöhe ermöglicht – vom Streichen über die Sanierung bis zur Dämmung. Wer eine Fassade renovieren, ein Dach decken oder eine Photovoltaik-Anlage montieren lässt, braucht in fast allen Fällen zuerst ein Fassadengerüst. Wie viel das für Ihr Gebäude ungefähr kostet, sehen Sie in 60 Sekunden: Richtpreis für Ihr Fassadengerüst berechnen – unverbindlich und kostenlos.

Fassadengerüst entlang der Fassade eines Wohnhauses
Abb. — Fassadengerüst an einer Wohnfassade

Was ist ein Fassadengerüst?

Ein Fassadengerüst ist ein temporäres Standgerüst, das parallel zur Fassade aufgebaut und an der Wand verankert wird. Es besteht aus Vertikalrahmen (Stehern), horizontalen Riegeln, durchgehenden Belägen je Arbeitsebene sowie Seitenschutz aus Geländer und Bordbrett. Die Arbeitsebenen liegen rund zwei Meter übereinander, sodass jeder Punkt der Fassade bequem und gesichert erreichbar ist.

Anders als ein mobiles Rollgerüst bleibt das Fassadengerüst über die gesamte Bauphase stehen. Es trägt nicht nur die Handwerker, sondern auch Material wie Farbe, Putz oder Dämmplatten. Massgebend für Standfestigkeit und zulässige Last ist die fachgerechte Verankerung in der Wand – diese plant und montiert der ausführende Gerüstbauer.

Wofür wird ein Fassadengerüst eingesetzt?

Ein Fassadengerüst kommt überall dort zum Einsatz, wo über mehrere Tage oder Wochen an der Aussenwand gearbeitet wird. Typische Anlässe:

  • Maler- und Verputzarbeiten – neuer Anstrich, Ausbesserungen, Verputz
  • Fassadensanierung und -dämmung – Aussenwärmedämmung, neue Fassadenplatten
  • Fenstertausch und Arbeiten an Storenkästen oder Fensterbänken
  • Dacharbeiten – als Auffanggerüst entlang der Traufe (oft mit Dachfanggerüst kombiniert)
  • Solarmontage – als sichere Arbeits- und Absturzebene für die PV-Installation
  • Reinigung und Reparaturen an Fassade, Spenglerei oder Kaminen

Welche Gerüstart für Ihr Vorhaben passt, zeigt die Übersicht aller Gerüstarten. Für die Solarmontage lohnt sich der Blick auf das Solargerüst.

Was kostet ein Fassadengerüst?

Die Kosten richten sich vor allem nach der Gerüstfläche in Quadratmetern. Sie ergibt sich pro Gebäudeseite aus der Länge plus Ecküberstand, multipliziert mit der Traufhöhe. Dazu kommen Auf- und Abbau, die Baustelleneinrichtung und die Mietdauer. Als Orientierung gelten in der Schweiz folgende Richtwerte:

  • Niedrige Fassaden bis rund 8 m Höhe: etwa 8 bis 10 CHF pro m²
  • Mittlere Höhen bis rund 16 m: etwa 12 bis 18 CHF pro m²
  • Hohe Gebäude über 16 m: etwa 20 bis 40 CHF pro m²

Diese Quadratmeterpreise decken Auf- und Abbau sowie die erste Mietperiode ab. Hinzu kommt eine Baustelleneinrichtung, die beim Einfamilienhaus als Hausnummer bei 350 bis 900 CHF liegt. Ein typisches Einfamilienhaus komplett einzurüsten kostet damit grob 3'000 bis 8'000 CHF, je nach Grösse und Mietdauer.

Das sind Richtwerte – der genaue Preis hängt von Höhe, Zugänglichkeit und Standzeit ab. Wie sich der Quadratmeterpreis im Detail zusammensetzt, lesen Sie unter Gerüstkosten. Den konkreten Richtwert für Ihre Fassade erhalten Sie sofort, wenn Sie Ihre Masse in den Richtpreis-Rechner eingeben.

Wie läuft der Aufbau eines Fassadengerüsts ab?

Der Gerüstbauer liefert das Material an, richtet den Untergrund mit Fussplatten aus und baut das Gerüst Ebene für Ebene auf: Steher stellen, Riegel und Beläge einlegen, Diagonalen zur Aussteifung setzen, in der Wand verankern und zum Schluss den Seitenschutz montieren. Für ein Einfamilienhaus dauert das in der Regel einen halben bis ganzen Tag, bei grösseren Liegenschaften entsprechend länger.

Sie als Auftraggeber müssen wenig vorbereiten: freier Zugang rund ums Gebäude, Parkplatz für das Lieferfahrzeug und, falls das Gerüst auf öffentlichen Grund oder Trottoir reicht, die nötige Bewilligung. Den genauen Ablauf von der Lieferung bis zum fertigen Gerüst beschreibt die Seite Gerüst aufbauen.

Wie lange darf ein Fassadengerüst stehen?

In der Miete ist üblicherweise eine Standard-Standzeit von mehreren Wochen enthalten – genug für die meisten Maler- oder Sanierungsarbeiten. Steht das Gerüst länger, fällt eine Mehrmiete an. Als Richtwert rechnet man die Verlängerung pro Woche oder als Vorhaltung pro Quadratmeter und Monat. Wer die Bauarbeiten gut plant, hält die Standzeit kurz und spart so direkt. Geben Sie Ihre voraussichtliche Dauer im Formular an, damit der Richtpreis möglichst genau wird.

Sicherheit und Vorschriften beim Fassadengerüst

Ein Fassadengerüst muss standsicher aufgebaut, ausreichend verankert und an jeder Arbeitsebene mit dreiteiligem Seitenschutz – Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett – versehen sein. Ab zwei Metern Absturzhöhe ist dieser Schutz Pflicht. Die Beläge müssen vollflächig und trittsicher ausgelegt, Aufstiege als Innenleitern oder Treppentürme ausgeführt sein. Verbindliche Vorgaben dazu macht die SUVA für Gerüste und Absturzsicherung.

Verantwortlich für den normgerechten Aufbau ist der ausführende Betrieb. Nach der Montage und nach wesentlichen Änderungen wird das Gerüst geprüft und freigegeben. Worauf es bei Sicherheit und Verankerung ankommt, fasst die Übersicht der Gerüstarten je Typ zusammen.

Fassadengerüst, Rollgerüst oder Dachfanggerüst – was ist der Unterschied?

Das Fassadengerüst ist das klassische Standgerüst für flächige Arbeiten über die ganze Fassade. Ein Rollgerüst ist dagegen mobil und eignet sich für kurze, punktuelle Arbeiten in mässiger Höhe. Ein Dachfanggerüst ist ein Fassadengerüst, dessen oberste Lage als Auffangebene über die Traufe hinausgeführt wird, damit niemand vom Dach stürzt – Pflicht bei vielen Dacharbeiten. In der Praxis wird das Fassadengerüst je nach Vorhaben mit diesen Elementen ergänzt: ein zusätzlicher Fang an der Traufe, eine Giebelsicherung oder ein Wetterschutzdach. Welche Kombination Ihr Projekt braucht, klärt der Gerüstbauer anhand Ihrer Angaben – eine erste Grössenordnung liefert der Richtpreis-Rechner.

Häufige Fragen zum Fassadengerüst

Wie wird die Gerüstfläche berechnet?

Die Gerüstfläche ergibt sich pro Gebäudeseite aus der Fassadenlänge plus einem Ecküberstand, multipliziert mit der Traufhöhe. Bei einem umlaufenden Gerüst werden alle Seiten addiert. Genau mit diesen Massen – Länge, Breite und Traufhöhe – rechnet auch der Richtpreis-Rechner Ihre Fläche aus.

Braucht ein Fassadengerüst eine Bewilligung?

Auf dem eigenen Grundstück in der Regel nicht. Sobald das Gerüst aber auf Trottoir, Strasse oder öffentlichen Grund reicht, braucht es eine Bewilligung der Gemeinde. Das organisiert meist der Gerüstbauer; planen Sie dafür etwas Vorlauf ein.

Kann ich ein Fassadengerüst selbst aufstellen?

Technisch möglich, aber bei mehr als zwei Metern Höhe heikel: Verankerung, Seitenschutz und Standsicherheit unterliegen den SUVA-Vorgaben, und die Verantwortung liegt bei Ihnen. Für eine ganze Fassade beauftragt man darum in der Regel einen Fachbetrieb.

Wie schnell steht das Gerüst?

Nach Auftragsbestätigung ist ein Fassadengerüst meist innert weniger Werktage gestellt. Der Aufbau selbst dauert beim Einfamilienhaus einen halben bis ganzen Tag. Wer früh anfragt, sichert sich den Wunschtermin – gerade in der Bausaison.

Fassadengerüst-Richtpreis berechnen

Beschreiben Sie Ihr Projekt – Gerüsttyp, die Masse Ihrer Fassade und ein paar Fotos genügen – und Sie erhalten sofort einen unverbindlichen Richtpreis für Ihr Fassadengerüst. Passt die Grössenordnung, fordern Sie mit einem Klick die verbindliche Offerte an. Den Richtpreis sehen Sie in Sekunden; die definitive Offerte erstellt ein Partner-Gerüstbauer.

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