Was kostet ein Gerüst in der Schweiz?
Ein Gerüst kostet in der Schweiz meist nach Quadratmeter Gerüstfläche – als Richtwert rund CHF 8.– bis 40.– pro m², inklusive Auf- und Abbau und einer Standard-Mietdauer. Beim niedrigen Einfamilienhaus liegen die Gerüst-Kosten am unteren Rand, bei hohen Gebäuden und Spezialgerüsten höher. Was ein Gerüst am Ende wirklich kostet, hängt von Fläche, Gerüsttyp und Mietdauer ab. Den genauen Richtpreis für Ihr Projekt berechnen Sie hier in wenigen Sekunden – kostenlos und unverbindlich.
Diese Seite zeigt die wichtigsten Gerüstbau-Preise als Orientierung: m²-Tarife, Mietkosten pro Woche und Komplettpreise fürs Einfamilienhaus. Alle Angaben sind Richtwerte, keine Offerte – die verbindliche Offerte erstellt am Ende ein Gerüstbauer auf Basis Ihrer konkreten Masse.
Preis-Übersicht: Was kostet ein Gerüst pro m², pro Woche, pro Haus?
Die folgende Tabelle fasst die gängigen Gerüst-Preise in der Schweiz zusammen. Es sind runde Richtwerte aus der Praxis – Ihr tatsächlicher Preis kann je nach Objekt, Region und Saison abweichen.
| Kostenart | Richtwert (CHF) | Was enthalten ist |
|---|---|---|
| Fassadengerüst bis 8 m Höhe | 8.– bis 10.– pro m² | Auf- und Abbau + Standard-Mietdauer |
| Fassadengerüst 8–16 m Höhe | 12.– bis 18.– pro m² | Auf- und Abbau + Standard-Mietdauer |
| Fassadengerüst über 16 m | 20.– bis 40.– pro m² | Auf- und Abbau + Standard-Mietdauer |
| Mietverlängerung (Vorhalten) | 0.60 bis 2.– pro m² und Monat | über die Standard-Standzeit hinaus |
| Mehrmiete pro Woche | ca. 160.– bis 410.– pro Woche | je nach Gerüstgrösse |
| Baustelleneinrichtung Einfamilienhaus | 350.– bis 900.– | An-/Abtransport, Einrichtung |
| Einfamilienhaus komplett einrüsten | ca. 3'000.– bis 8'000.– | je nach Grösse und Mietdauer |
Richtwert, keine Offerte. Den exakten Preis für Ihr Vorhaben ermitteln Sie mit dem Richtpreis-Rechner.
Die einzelnen Posten – Quadratmeterpreis, Mietkosten pro Woche und die Komplettkosten fürs Einfamilienhaus – schlüsseln wir in den folgenden Abschnitten Schritt für Schritt auf.
Wovon hängen die Gerüstkosten ab?
Die Gerüstkosten hängen vor allem von der Gerüstfläche, dem Gerüsttyp und der Mietdauer ab. Diese drei Faktoren bestimmen rund 80 % des Preises. Dazu kommen die einmalige Baustelleneinrichtung sowie Zuschläge für schwierigen Zugang, grosse Höhe oder Spezialteile. Wer diese Punkte kennt, kann den Gerüstpreis grob selbst einschätzen – und einen Richtpreis liefern, der nah an der späteren Offerte liegt.
Gerüstfläche
Die Gerüstfläche ist der wichtigste Preisfaktor. Sie ergibt sich pro Gebäudeseite aus der Länge plus Ecküberstand (rund 2 m gesamt für die beiden Ecken) mal der Traufhöhe. Trauf- und Giebelseiten werden getrennt gerechnet, weil sie unterschiedlich hoch sind. Je mehr m² Gerüst nötig sind, desto höher die Gesamtkosten – aber desto tiefer oft der Preis pro m², weil sich Anfahrt und Einrichtung verteilen. Wie sich der Quadratmeterpreis fürs Gerüst im Einzelnen zusammensetzt, zeigt die vertiefende Seite.
Gerüsttyp
Ein einfaches Fassadengerüst ist günstiger als ein Dachfang-, Treppen- oder Spezialgerüst. Zusatzteile wie Spenglergänge, Konsolen oder eine Einhausung erhöhen den Preis pro Laufmeter. Welcher Typ zu Ihrem Vorhaben passt, zeigt die Übersicht der gängigen Gerüstarten; die typische Lösung für Fassade und Renovation ist das Fassadengerüst für Arbeiten an der Fassade.
Mietdauer
Im m²-Preis ist eine Standard-Mietdauer enthalten. Steht das Gerüst länger, fällt eine Verlängerungsmiete an – als Richtwert 0.60 bis 2.– CHF pro m² und Monat oder rund 160.– bis 410.– CHF pro Woche je nach Grösse. Eine realistisch geplante Mietdauer hält die Kosten tief, weil jede zusätzliche Woche Vorhalten zusätzlich kostet. Was das Mieten über die Standzeit hinaus pro Woche kostet, vertieft die Seite zu den Mietkosten für ein Gerüst.
Auf- und Abbau sowie Zugang
Anfahrt, Montage und Demontage sind beim Fassadengerüst meist im m²-Preis enthalten; separat ausgewiesen wird die einmalige Baustelleneinrichtung (beim Einfamilienhaus rund 350.– bis 900.– CHF). Erschwerte Zugänglichkeit, lange Transportwege auf dem Grundstück, grosse Höhe ab 20 m oder gekrümmte Gerüstformen führen zu Zuschlägen – beim Standard-Haus sind sie aber selten. Wie ein Gerüst fachgerecht montiert wird, beschreibt der Ablauf unter Gerüst aufbauen.
Gerüstkosten nach Gerüsttyp
Je nach Gerüsttyp verschieben sich die Preise. Hier die wichtigsten Typen mit ihrer Kostenlogik – jeweils mit Link zur vertiefenden Seite, wo vorhanden.
Fassadengerüst
Das Fassadengerüst ist der häufigste und günstigste Typ und die Grundlage der oben genannten m²-Tarife (CHF 8.– bis 40.– pro m² je nach Höhe). Es dient für Maler-, Fassaden- und Renovationsarbeiten. Einsatz, Aufbau und Sicherheit beschreibt die Seite zum Fassadengerüst; die Preise im Detail – m²-Sätze nach Höhe und ein Rechenbeispiel – finden Sie unter Kosten fürs Fassadengerüst.
Dach- und Dachfanggerüst
Sobald an Dach oder Dachrand gearbeitet wird, kommt zum Fassadengerüst eine Absturzsicherung am Dach dazu – als Dachfanggerüst oder mit Spenglergang. Das erhöht den Preis pro Laufmeter im Dachbereich. Bei einer Dachsanierung ist dieses zusätzliche Schutzgerüst während der gesamten Dacharbeiten die Basis für sicheres Arbeiten.
Solar- und PV-Gerüst
Für die Montage einer Photovoltaik-Anlage wird meist ein Fassaden- mit Dachfanggerüst auf der betroffenen Seite gestellt. Weil oft nur eine oder zwei Seiten nötig sind und die Mietdauer kurz ist (häufig ein Monat), liegen die Gerüstkosten für Solar im Verhältnis zur PV-Investition tief. Mehr dazu auf der Seite zum Solar- und PV-Gerüst.
Rollgerüst
Ein Rollgerüst (Fahrgerüst) ist für kleinere, punktuelle Arbeiten gedacht und wird oft mietweise statt gestellt abgerechnet. Für ganze Fassaden ist es zu klein, dafür spart es bei einer einzelnen Reparatur den kompletten Aufbau.
Gerüstkosten nach Projekt
Wie viel ein Gerüst kostet, lässt sich am besten am konkreten Projekt zeigen. Die folgenden Beispiele sind gerundete Richtwerte – der Rechner liefert Ihnen die Spanne für Ihr eigenes Objekt.
Einfamilienhaus einrüsten
Ein typisches Einfamilienhaus, das rundum eingerüstet wird, kostet als Richtwert ca. CHF 3'000.– bis 8'000.–, je nach Grösse, Höhe und Mietdauer. Ein niedriges Haus für eine kurze Maler-Etappe liegt am unteren Rand, ein hohes Haus mit Dacharbeiten und mehreren Monaten Standzeit am oberen. Den Wert für Ihr Haus erhalten Sie sofort, wenn Sie Länge, Breite und Traufhöhe eingeben. Gerundete Beispiele nach Hausgrösse zeigt die Seite Einfamilienhaus einrüsten – Kosten.
Fassadenrenovation und Malerarbeiten
Bei einer Fassadenrenovation richtet sich das Gerüst nach der zu bearbeitenden Fläche und der Dauer der Maler- und Putzarbeiten. Hier lohnt es sich, die Standzeit mit dem Handwerker abzustimmen, damit das Gerüst nicht unnötig lange vorgehalten wird. Die passende Gerüstart ist in den meisten Fällen das Fassadengerüst.
Dachsanierung
Bei einer Dachsanierung kommen zum Grundgerüst die Dach-Absturzsicherung und je nach Witterung ein Wetterschutz dazu. Das macht das Gerüst pro m² etwas teurer als beim reinen Fassadenanstrich, dafür ist es während der gesamten Dacharbeiten die Basis für sicheres Arbeiten.
Solaranlage und PV-Montage
Für eine PV-Montage steht das Gerüst oft nur wenige Wochen und nur auf der Dachseite. Dadurch bleiben die Gerüstkosten überschaubar und sind im Vergleich zur Solar-Investition ein kleiner Posten. Die Details klärt die Seite zum Solar- und PV-Gerüst.
Wie lässt sich bei den Gerüstkosten sparen?
Bei den Gerüstkosten sparen Sie vor allem über eine realistisch geplante Mietdauer und saubere Masse. Wer die Gewerke koordiniert, vermeidet teure Standzeit; wer die Fläche genau angibt, bekommt einen Richtpreis ohne Sicherheitsaufschlag. Diese fünf Punkte senken die Gerüstbau-Preise spürbar, ohne an der Sicherheit zu sparen.
- Realistische Mietdauer angeben. Jede zusätzliche Woche Vorhalten kostet. Planen Sie die Standzeit mit Maler, Dachdecker oder Solarteur ab, statt grosszügig aufzurunden.
- Gewerke koordinieren. Wenn Fassade, Dach und Spenglerei nacheinander dasselbe Gerüst nutzen, zahlen Sie das Gerüst einmal statt mehrfach.
- Genaue Masse liefern. Länge, Breite und Traufhöhe so exakt wie möglich – das macht den Richtpreis eng und verhindert Nachträge.
- Nur einrüsten, was nötig ist. Oft reichen ein oder zwei Seiten statt rundum, etwa bei einer PV-Montage oder einem Teilanstrich.
- Früh anfragen. Wer rechtzeitig plant, vermeidet Eilzuschläge und kann Termine in ruhigere Wochen legen.
Ein Tipp vorweg: Vergleichen Sie nicht nur die Pauschale, sondern den m²-Preis und die enthaltene Mietdauer. So stellen Sie zwei Offerten fair gegeneinander, statt Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Gerüstpreise in der Schweiz richtig einordnen
Wer Gerüstbau-Preise vergleicht, stösst auf eine breite Spanne – von wenigen Franken pro m² bis zu deutlich höheren Sätzen bei hohen oder schwierigen Objekten. Das ist normal: Ein Gerüst ist kein Katalogprodukt, sondern wird für jedes Gebäude neu berechnet. Genau deshalb sagt eine Pauschale wie „ein Gerüst kostet etwa 3'000 Franken" wenig aus. Erst mit Ihren konkreten Massen wird aus der groben Spanne ein belastbarer Gerüstpreis.
Drei Dinge erklären den grössten Teil der Unterschiede. Erstens die Höhe: Je höher das Gebäude, desto aufwendiger Statik und Verankerung – darum steigt der m²-Preis von rund CHF 8.– bei niedrigen Häusern auf bis zu CHF 40.– bei hohen Fassaden. Zweitens die Ausstattung: Reine Arbeitsplattformen sind günstiger als Gerüste mit Dachfang, Konsolen, Treppenturm oder Einhausung. Drittens die Dauer: Der erste Preis enthält eine Standardmiete; jede Verlängerung schlägt sich in der Vorhaltemiete nieder.
Für die Sicherheit und die zulässige Standzeit gelten in der Schweiz klare Regeln. Ein fachgerecht erstelltes Gerüst muss den Vorgaben der Bauarbeitenverordnung und den Branchenregeln entsprechen; die SUVA hält dazu die massgebenden Anforderungen an Geländer, Verankerung und Abnahme fest. Diese Anforderungen sind ein Grund, warum ein günstiges Gerüst nicht zwingend das beste ist – die Sicherheit gehört zum Preis dazu und sollte nie wegoptimiert werden.
Was unser Richtpreis-Rechner anders macht als eine Pauschale: Er fragt genau die Werte ab, die den Preis bestimmen – Länge, Breite, Traufhöhe und Standzeit sowie den Gerüsttyp (Fassaden-, umlaufendes, Dachfang-, Solar-/PV-, Industrie-/Spezialgerüst oder eine andere Variante). Aus diesen Eingaben entsteht in Sekunden eine Preisspanne, die nah an der späteren Offerte liegt. So beschreiben Sie Ihr Vorhaben einmal und sehen sofort, was das Gerüst ungefähr kostet, statt auf Rückrufe und mehrere Offerten zu warten.
Häufige Fragen zu den Gerüstkosten
Was kostet ein Gerüst pro m²?
Ein Gerüst kostet in der Schweiz als Richtwert rund CHF 8.– bis 40.– pro m² Gerüstfläche, inklusive Auf- und Abbau sowie einer Standard-Mietdauer. Bei niedrigen Gebäuden bis 8 m liegt der m²-Preis bei rund 8.– bis 10.–, bei hohen Fassaden über 16 m bei 20.– bis 40.–. Den genauen Wert für Ihr Objekt berechnen Sie kostenlos im Richtpreis-Rechner.
Was kostet es, ein Einfamilienhaus einzurüsten?
Ein Einfamilienhaus komplett einzurüsten kostet als Richtwert ca. CHF 3'000.– bis 8'000.–, je nach Grösse, Höhe und Mietdauer. Ein niedriges Haus für eine kurze Maler-Etappe liegt am unteren Rand, ein hohes Haus mit Dacharbeiten und mehreren Monaten Standzeit am oberen. Mit Länge, Breite und Traufhöhe wird die Spanne deutlich enger.
Sind im Gerüstpreis Auf- und Abbau enthalten?
In der Regel ja. Der Quadratmeterpreis fürs Fassadengerüst umfasst üblicherweise Anlieferung, Montage und Demontage sowie eine Standard-Mietdauer. Separat ausgewiesen wird meist nur die einmalige Baustelleneinrichtung, beim Einfamilienhaus rund CHF 350.– bis 900.–.
Was kostet Gerüst mieten pro Woche?
Über die Standard-Standzeit hinaus kostet die Gerüstmiete als Richtwert rund CHF 160.– bis 410.– pro Woche, je nach Gerüstgrösse, oder 0.60 bis 2.– CHF pro m² und Monat. Eine realistisch geplante Mietdauer hält diese Vorhaltekosten tief.
Wie setzt sich der Gerüstpreis zusammen?
Der Gerüstpreis setzt sich aus der Gerüstfläche mal dem m²-Tarif, der einmaligen Baustelleneinrichtung und der Miete über die Standardzeit hinaus zusammen. Dazu kommen bei Bedarf Zuschläge für Dachfang, schwierigen Zugang oder grosse Höhe. Fläche, Gerüsttyp und Mietdauer machen den grössten Teil aus.
Was kostet die Verlängerung der Mietdauer?
Über die Standard-Standzeit hinaus wird eine Verlängerungsmiete berechnet, als Richtwert 0.60 bis 2.– CHF pro m² und Monat oder rund CHF 160.– bis 410.– pro Woche. Geben Sie Ihre voraussichtliche Dauer im Rechner an, damit der Richtpreis stimmt und keine Überraschung folgt.
Wie genau ist der berechnete Richtpreis?
Mit konkreten Gebäudemassen – Länge, Breite und Traufhöhe – ist die Spanne eng. Ohne genaue Masse ist sie bewusst breiter, weil zu viel offenbleibt. Die angezeigte Konfidenz weist die Genauigkeit aus. Der Richtpreis ist eine Orientierung; die verbindliche Offerte erstellt ein Partner-Gerüstbauer.
Statt Pauschale: Ihren eigenen Gerüstpreis berechnen
Eine Pauschale aus dem Internet hilft beim Budgetieren nur bedingt. Schneller und genauer geht es mit Ihren eigenen Massen: Beschreiben Sie Länge, Breite, Traufhöhe und Standzeit sowie den Gerüsttyp – und Sie erhalten in wenigen Sekunden eine Preisspanne für Ihr Gerüst. Der Richtpreis ist kostenlos und unverbindlich. Passt die Grössenordnung, fordern Sie mit einem Klick eine verbindliche Offerte an, die ein Partner-Gerüstbauer erstellt.