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Solargerüst für die Photovoltaik-Montage

Ein Solargerüst ist das Arbeits- und Fanggerüst, das vor der Montage einer Photovoltaik-Anlage entlang der Dachseite aufgebaut wird. Es sichert die Monteure gegen Absturz, schafft eine ebene Standfläche für das Handling der Module und nimmt das Material auf, das aufs Dach soll. Wer eine PV-Anlage installieren lässt, braucht in fast allen Fällen zuerst ein passendes Gerüst – ohne diese Sicherung darf am geneigten Dach nicht gearbeitet werden. Die Standzeit ist meist kurz, weil die eigentliche Montage oft in wenigen Tagen erledigt ist. Was das Gerüst für Ihre Dachfläche ungefähr kostet, sehen Sie sofort: Richtpreis für Ihr Solargerüst berechnen – unverbindlich und in unter einer Minute.

Fassadengerüst an einem Wohnhaus für Dach- und Solararbeiten
Abb. — Gerüst entlang der Dachseite für die PV-Montage

Welches Gerüst braucht eine Solaranlage?

Für die PV-Montage am Schrägdach kommen zwei Bauformen zusammen. Die Basis ist ein Fassadengerüst entlang der Dachseite, das den Monteuren eine sichere Arbeitsebene auf Traufhöhe gibt. Damit niemand über die Dachkante stürzt, wird die oberste Lage als Dachfanggerüst ausgeführt: eine Auffangebene mit Schutznetz oder höherem Geländer, die etwas über die Traufe hinausragt. Diese Kombination ist bei den meisten Steildächern Pflicht, sobald über zwei Meter Absturzhöhe gearbeitet wird.

Bei Flachdächern sieht es anders aus – dort genügt häufig eine umlaufende Absturzsicherung oder ein Randgerüst statt eines vollflächigen Fassadengerüsts. Ob für Ihr Vorhaben ein einfaches Randgerüst reicht oder das volle Fangsystem nötig ist, hängt von Dachform, Neigung und Anordnung der Module ab. Eine Entscheidungshilfe nach Dachtyp finden Sie unter welches Gerüst zur Solaranlage passt; die Übersicht aller Gerüstarten ordnet das Solargerüst in das gesamte Sortiment ein.

Wie hoch muss das Solargerüst sein?

Die Höhe des Gerüsts richtet sich nicht nach dem First, sondern nach der Traufe – also der Dachkante, an der die Monteure das Dach betreten und die Module ansetzen. Die oberste Arbeits- und Fangebene liegt knapp unterhalb dieser Kante, sodass das Schutznetz die gesamte abrutschende Fläche abfängt. Massgebend ist deshalb die Traufhöhe über dem gewachsenen Boden, nicht die Gesamthöhe des Gebäudes.

Eine Rolle spielt zudem die Dachneigung. Je steiler das Dach, desto weiter muss die Fangebene über die Traufe hinausragen und desto höher fällt das Schutzgeländer aus, weil ein Mensch auf einem steilen Dach mehr Schwung aufnimmt. Bei flach geneigten Dächern bleibt der Fang näher an der Kante. Für ein typisches Einfamilienhaus liegt die Traufhöhe meist zwischen vier und sieben Metern – das Gerüst bewegt sich damit in der untersten Höhenstufe, was sich auch auf den Quadratmeterpreis auswirkt.

Wie lange steht ein Gerüst für die Solarmontage?

Die Standzeit eines PV-Gerüsts ist in der Regel kurz. Die reine Modulmontage auf einem Einfamilienhaus dauert oft nur zwei bis vier Tage; rechnet man Auf- und Abbau sowie die Elektroarbeiten dazu, steht das Gerüst meist ein bis zwei Wochen. Das ist ein spürbarer Unterschied zur Fassadensanierung, bei der ein Gerüst mehrere Wochen verharrt – und es wirkt sich direkt auf den Preis aus, weil die Mietdauer ein Kostentreiber ist.

In der Standard-Miete ist eine Grund-Standzeit enthalten, die für die meisten Solarprojekte ausreicht. Verzögert sich die Montage – etwa weil der Netzanschluss oder ein Bauteil auf sich warten lässt – fällt eine Mehrmiete an. Als Richtwert rechnet man dafür rund 160 bis 410 CHF pro Woche beziehungsweise 0.60 bis 2.– CHF pro Quadratmeter und Monat. Wer Liefer- und Montagetermin sauber aufeinander abstimmt, hält die Standzeit kurz und spart direkt. Tragen Sie Ihre geplante Dauer ins Richtpreis-Formular ein, damit die Schätzung möglichst genau wird.

Wer baut das Solargerüst auf?

Das Gerüst stellt ein Gerüstbauer auf, nicht der Solarteur. Viele Photovoltaik-Firmen organisieren die Einrüstung zwar im Paket, beauftragen damit aber einen Gerüstbaubetrieb als Subunternehmer. Wer das Gerüst separat vergibt, behält die Kosten besser im Blick und kann den Termin direkt mit dem Gerüstbauer abstimmen. Verantwortlich für den normgerechten Aufbau, die Verankerung und die Freigabe ist immer der ausführende Gerüstbetrieb.

Sie als Bauherr müssen wenig vorbereiten: freier Zugang entlang der einzurüstenden Dachseite, eine Stellfläche für das Lieferfahrzeug und – falls das Gerüst auf Trottoir oder öffentlichen Grund reicht – die nötige Bewilligung der Gemeinde. Wie der Aufbau Schritt für Schritt abläuft, lesen Sie unter Gerüst aufbauen.

Was kostet ein Solargerüst beim Einfamilienhaus?

Die Kosten richten sich nach der eingerüsteten Fläche, der Traufhöhe und der Standzeit. Da bei der PV-Montage oft nur eine oder zwei Dachseiten eingerüstet werden müssen und die Standzeit kurz ist, fällt ein Solargerüst meist günstiger aus als eine komplette Fassadeneinrüstung. Als Orientierung für die Schweiz gelten diese Richtwerte:

  • m²-Satz inklusive erster Mietperiode bei niedriger Traufe bis rund 8 m: etwa 8 bis 10 CHF pro m²
  • Baustelleneinrichtung beim Einfamilienhaus (An- und Abtransport, Aufbau): rund 350 bis 900 CHF
  • Dachfang als Zusatzposition entlang der Traufe: in der Grössenordnung einer Dachschutzwand mit etwa 7 bis 14 CHF pro Laufmeter

Wird nur die Dachseite mit den Modulen eingerüstet, landet ein typisches Einfamilienhaus oft im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich; eine umlaufende Einrüstung bewegt sich näher an den rund 3'000 bis 8'000 CHF einer vollen Fassadeneinrüstung. Gemessen an einer PV-Investition von mehreren zehntausend Franken ist das Gerüst ein kleiner, aber notwendiger Posten – und der falsche Ort zum Sparen, weil daran die Sicherheit der Monteure hängt. Wie sich diese Sätze im Detail zusammensetzen, erklärt die Seite zu den Gerüstkosten. Den konkreten Richtwert für Ihr Dach liefert der Richtpreis-Rechner, sobald Sie Ihre Masse eingeben.

Sicherheit und Vorschriften beim Solargerüst

Auch wenn das Gerüst nur wenige Tage steht, gelten dieselben Regeln wie bei jedem Arbeitsgerüst. Ab zwei Metern Absturzhöhe ist ein dreiteiliger Seitenschutz aus Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett Pflicht. Bei Arbeiten am geneigten Dach kommt der Dachfang dazu: eine Auffangebene mit Schutznetz oder erhöhtem Geländer, die abrutschende Personen und Material auffängt. Die Beläge müssen vollflächig und trittsicher liegen, der Aufstieg über eine Innenleiter oder einen Treppenturm erfolgen. Verbindliche Vorgaben zu Gerüst und Absturzsicherung macht die SUVA; einen Überblick zur fachgerechten Planung und Installation von Solaranlagen bietet zudem der Branchenverband Swissolar.

Verantwortlich für den normgerechten Aufbau und die Verankerung ist der ausführende Gerüstbauer. Nach der Montage und nach wesentlichen Änderungen wird das Gerüst geprüft und freigegeben, bevor der Solarteur das Dach betritt. Wie das Fassadengerüst als Basis dieser Lösung aufgebaut und gesichert wird, beschreibt die Seite zum Dachgerüst.

Häufige Fragen zum Solargerüst

Wie hoch muss das Gerüst für eine Solaranlage sein?

Die Gerüsthöhe richtet sich nach der Traufe, nicht nach dem First. Die oberste Arbeits- und Fangebene liegt knapp unterhalb der Dachkante, an der die Monteure das Dach betreten. Massgebend ist also die Traufhöhe über dem Boden. Bei einem Einfamilienhaus liegt diese meist zwischen vier und sieben Metern, sodass das Gerüst in der untersten Höhenstufe bleibt.

Wie lange steht ein Solargerüst?

Meist nur kurz. Die reine Modulmontage auf einem Einfamilienhaus dauert oft zwei bis vier Tage; mit Auf- und Abbau sowie Elektroarbeiten steht das Gerüst in der Regel ein bis zwei Wochen. Verzögert sich die Montage, fällt eine Mehrmiete von rund 160 bis 410 CHF pro Woche an. Eine kurze, gut geplante Standzeit hält die Kosten tief.

Wer baut das Gerüst für die PV-Montage auf?

Ein Gerüstbauer, nicht der Solarteur. Viele Photovoltaik-Firmen organisieren die Einrüstung im Paket, vergeben sie aber an einen Gerüstbaubetrieb. Wer das Gerüst separat beauftragt, behält die Kosten besser im Blick. Verantwortlich für Aufbau, Verankerung und Freigabe ist immer der ausführende Gerüstbetrieb.

Was kostet ein Gerüst für ein Einfamilienhaus-Dach?

Wird nur die Dachseite mit den Modulen eingerüstet, liegt ein Einfamilienhaus oft im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich. Bei niedriger Traufe gelten etwa 8 bis 10 CHF pro m² inklusive erster Mietperiode, dazu 350 bis 900 CHF Baustelleneinrichtung. Eine umlaufende Einrüstung bewegt sich näher an den rund 3'000 bis 8'000 CHF einer vollen Fassadeneinrüstung.

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