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Was kostet ein Gerüst pro Quadratmeter?

Die Gerüst-Kosten pro Quadratmeter liegen in der Schweiz als Richtwert bei rund 8 bis 40 CHF pro m² Gerüstfläche – je nach Höhe und inklusive Auf-, Abbau und einer Standard-Mietperiode. Ein niedriges Haus bis 8 m liegt am unteren Rand, eine hohe Fassade über 16 m am oberen. Der m²-Preis ist die Recheneinheit, mit der Gerüstbauer kalkulieren – nicht der Endpreis Ihres Projekts. Was Sie konkret zahlen, hängt von der Fläche mal diesem Tarif plus Einrichtung und Mietdauer ab. Den genauen m²-Wert und die Spanne für Ihr Objekt berechnen Sie hier in wenigen Sekunden – kostenlos und unverbindlich.

Diese Seite erklärt die m²-Einheit selbst: was im Quadratmeterpreis steckt, was separat dazukommt, wie der Tarif mit der Höhe steigt und warum er bei grösseren Gerüsten sinkt. So lesen Sie jede Offerte richtig. Alle Zahlen sind Richtwerte zur Orientierung, keine Offerte.

Was im m²-Preis enthalten ist – und was nicht

Der Quadratmeterpreis ist ein gebündelter Tarif: Er deckt das ab, was an jedem Quadratmeter Gerüst gleich anfällt. Nicht enthalten sind dagegen die einmaligen und die zeitabhängigen Posten – die werden separat gerechnet. Diese Trennung ist der häufigste Stolperstein beim Offertenvergleich.

Im m²-Preis enthalten:

  • Material und Vorhaltung der Gerüstteile für die erste Mietperiode
  • Auf- und Abbau, also Montage und Demontage am Objekt
  • Verankerung in der Wand und der dreiteilige Seitenschutz je Ebene
  • die im Tarif eingerechnete Standard-Standzeit

Separat gerechnet, nicht im m²-Preis:

  • die Baustelleneinrichtung (An- und Abtransport, Einrichten) – beim Einfamilienhaus rund 350 bis 900 CHF, bei grösseren Objekten 900 bis 2'500 CHF
  • die Mehrmiete, wenn das Gerüst über die Standzeit hinaus steht
  • Zusatzteile wie Spenglergänge, Dachschutzwand, Treppenturm oder eine Einhausung

Wer nur auf den m²-Satz schaut, vergleicht also nur einen Teil. Wie sich der volle Preis aus all diesen Posten zusammensetzt, zeigt die Übersicht der Gerüstkosten in der Schweiz.

m²-Satz nach Höhe – die Tarif-Tabelle

Der wichtigste Hebel beim Quadratmeterpreis ist die Traufhöhe. Je höher das Gerüst, desto aufwendiger Statik, Verankerung und Aufstieg – und desto höher der Satz pro m². Die folgende Tabelle zeigt nur die reine m²-Einheit, nicht den Projektpreis.

Höhenklassem²-Satz (Richtwert)Geltungsbereich der Einheit
bis ~8 m Traufhöhe8.– bis 10.– CHF/m²niedriges Haus, eine oder zwei Etagen
bis ~16 m Traufhöhe12.– bis 18.– CHF/m²Mehrfamilienhaus, mittlere Höhe
über 16 m Traufhöhe20.– bis 40.– CHF/m²hohe Fassade, aufwendige Statik

Richtwert pro m² Gerüstfläche, inkl. Auf-/Abbau und erster Mietperiode – keine Offerte. Einrichtung und Mehrmiete kommen separat dazu. Den Satz für Ihre Höhe ermittelt der Richtpreis-Rechner.

Die Spanne innerhalb einer Klasse erklärt sich über Zugänglichkeit, Form und Region. Für den häufigsten Anwendungsfall, das Einrüsten einer Hausfassade, schlüsselt die Seite zu den Kosten eines Fassadengerüsts die Höhenklassen am konkreten Beispiel weiter auf.

Wie die Gerüstfläche (m²) berechnet wird

Damit aus dem Tarif ein Preis wird, braucht es die Fläche. Die Gerüstfläche rechnet man pro Gebäudeseite: Länge der Fassade plus einen Ecküberstand von rund einem Meter je Ecke, multipliziert mit der Traufhöhe. Die Tiefe des Gerüsts zählt dabei nicht – abgerechnet wird die senkrechte Ansichtsfläche, nicht ein Volumen.

Ein Beispiel: Eine Hauswand von 10 m Länge und 7 m Höhe ergibt mit beidseitigem Ecküberstand rund 12 m mal 7 m, also etwa 84 m². Bei 9 CHF/m² wären das für diese Seite rund 760 CHF an reinem m²-Anteil. Bei einem umlaufenden Gerüst werden alle Seiten einzeln gerechnet und addiert; Trauf- und Giebelseiten getrennt, weil sie unterschiedlich hoch sind. Genau mit diesen Massen – Länge, Breite und Traufhöhe – rechnet auch der Richtpreis-Rechner Ihre Fläche aus, bevor er den Tarif anlegt.

Warum der m²-Preis bei grösseren Gerüsten sinkt

Auf den ersten Blick wirkt es widersprüchlich: Ein grosses Gerüst kostet mehr, aber pro Quadratmeter oft weniger. Der Grund ist die Verteilung der Fixkosten. Anfahrt, Einrichten der Baustelle und die Planung fallen pro Auftrag etwa gleich hoch an – egal, ob 50 oder 500 m² gestellt werden. Verteilen sich diese fixen Posten auf viele Quadratmeter, sinkt der Anteil je m².

Dazu kommt der Montagerhythmus: Wer ohnehin mit dem Lastwagen anrückt und ein ganzes Team aufstellt, baut die zusätzlichen Felder günstiger pro Einheit als die ersten paar. Deshalb hat ein kleines Reparaturgerüst pro m² einen höheren rechnerischen Satz als das Komplett-Einrüsten einer grossen Liegenschaft. Welche Gerüstart sich für Ihr Vorhaben überhaupt eignet und wie sie kalkuliert wird, ordnet die Übersicht der Gerüstarten ein. Praktisch heisst das: Den m²-Satz allein über verschiedene Projektgrössen zu vergleichen, führt in die Irre.

Wie man zwei Offerten über den m²-Preis fair vergleicht

Der m²-Preis ist das beste Vergleichsmass – aber nur, wenn Sie ihn sauber isolieren. Eine Pauschale „Gerüst 4'500 CHF" sagt wenig, solange unklar ist, wie viele Quadratmeter und welche Mietdauer darin stecken. So vergleichen Sie zwei Offerten fair:

  • Rechnen Sie den m²-Satz heraus. Pauschale minus Baustelleneinrichtung, geteilt durch die Gerüstfläche, ergibt den reinen Tarif pro m². Erst dieser Wert ist zwischen zwei Offerten vergleichbar.
  • Prüfen Sie die enthaltene Mietdauer. Ein tieferer m²-Satz mit kurzer Standzeit kann teurer werden als ein höherer mit langer – sobald Mehrmiete anfällt.
  • Trennen Sie Zusatzteile ab. Spenglergang, Dachfang oder Einhausung gehören nicht in den Grund-m²-Satz und verfälschen den Vergleich, wenn sie eingerechnet sind.
  • Vergleichen Sie dieselbe Fläche. Unterschiedlich gerechnete Ecküberstände oder Sicherheitszuschläge erklären scheinbare Preisunterschiede.

Wer so vorgeht, vergleicht Tarif gegen Tarif statt Pauschale gegen Pauschale. Der Rechner nimmt Ihnen diese Arbeit ab: Er weist Fläche und Spanne getrennt aus, sodass Sie Ihren eigenen m²-Richtwert sofort sehen und jede Offerte dagegenhalten können.

Sicherheit gehört zum m²-Preis dazu

Ein auffällig tiefer m²-Satz ist kein Schnäppchen, wenn an der Sicherheit gespart wird. Im Quadratmeterpreis steckt zwingend der normgerechte Aufbau: ausreichende Verankerung, dreiteiliger Seitenschutz ab zwei Metern Absturzhöhe, vollflächige und trittsichere Beläge sowie gesicherte Aufstiege. Diese Anforderungen sind nicht optional, sondern in den Branchenregeln festgehalten – die SUVA hält die massgebenden Vorgaben für Gerüste fest.

Verantwortlich für den vorschriftsmässigen Aufbau ist der ausführende Betrieb; nach Montage und wesentlichen Änderungen wird das Gerüst geprüft und freigegeben. Beim m²-Vergleich gilt deshalb: Ein seriöser Tarif rechnet diese Sicherheit ein. Ist ein Angebot deutlich günstiger, lohnt die Frage, was darin fehlt.

Häufige Fragen zum m²-Preis beim Gerüst

Was kostet ein Gerüst pro Quadratmeter?

Als Richtwert kostet ein Gerüst in der Schweiz rund 8 bis 40 CHF pro m² Gerüstfläche, inklusive Auf-, Abbau und einer Standard-Mietperiode. Bis 8 m Höhe liegt der Satz bei 8 bis 10 CHF/m², bis 16 m bei 12 bis 18 CHF/m² und über 16 m bei 20 bis 40 CHF/m². Den genauen Wert für Ihre Höhe berechnen Sie kostenlos im Richtpreis-Rechner.

Ist der Auf- und Abbau im m²-Preis enthalten?

Ja. Der Quadratmeterpreis umfasst üblicherweise Montage und Demontage sowie die erste Mietperiode. Separat ausgewiesen wird nur die einmalige Baustelleneinrichtung – beim Einfamilienhaus rund 350 bis 900 CHF – und die Mehrmiete, falls das Gerüst über die Standzeit hinaus steht.

Warum ist der m²-Preis bei einem kleinen Gerüst höher?

Weil sich die Fixkosten für Anfahrt, Einrichten und Planung auf weniger Quadratmeter verteilen. Diese Posten fallen pro Auftrag etwa gleich hoch an. Bei einer grossen Fläche sinkt ihr Anteil je m², bei einer kleinen Reparatur ist er hoch – darum ist der rechnerische Satz dort höher.

Wie viele Quadratmeter hat ein Gerüst am Einfamilienhaus?

Das hängt von Umfang und Höhe ab. Pro Seite rechnet man Länge plus Ecküberstand mal Traufhöhe; ein rundum eingerüstetes Einfamilienhaus kommt oft auf einige hundert Quadratmeter. Die genaue Fläche ermittelt der Rechner aus Länge, Breite und Traufhöhe Ihres Hauses.

Kann ich Offerten allein über den m²-Preis vergleichen?

Nur bedingt. Der m²-Satz ist das beste Vergleichsmass, aber Sie müssen Baustelleneinrichtung und Mietdauer herausrechnen und Zusatzteile abtrennen. Erst der reine Tarif pro m² bei gleicher Fläche und Standzeit ist fair vergleichbar.

Ihren eigenen m²-Richtwert berechnen

Statt mit einer pauschalen Spanne zu planen, rechnen Sie mit Ihren Massen: Geben Sie Länge, Breite, Traufhöhe und Standzeit sowie den Gerüsttyp ein – und Sie erhalten in wenigen Sekunden Fläche und Preisspanne für Ihr Gerüst. Der Richtwert ist kostenlos und unverbindlich. Passt die Grössenordnung, fordern Sie mit einem Klick eine verbindliche Offerte an, die ein Partner-Gerüstbauer erstellt.

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