Gerüst für Malerarbeiten an der Fassade
Wer eine Fassade streichen lässt, braucht für ein Gerüst für Malerarbeiten in den allermeisten Fällen ein verankertes Fassadengerüst – es bietet dem Maler über die ganze Wandhöhe einen sicheren, durchgehenden Stand. Nur bei einzelnen niedrigen Teilflächen reicht manchmal ein mobiles Rollgerüst. Wie viel das Malergerüst für Ihre Liegenschaft ungefähr kostet, sehen Sie in 60 Sekunden: Richtpreis für Ihr Malergerüst berechnen – kostenlos und unverbindlich.
Diese Seite erklärt, welches Gerüst zum Streichen passt, was es kostet, wie lange es stehen sollte und worauf Sie achten, wenn Sie selbst zum Pinsel greifen. Alle Preisangaben sind Richtwerte zur Orientierung; der exakte Wert kommt aus dem Rechner.
Welches Gerüst braucht es für Malerarbeiten?
Für einen Fassadenanstrich ist das Fassadengerüst der Standard. Es steht parallel zur Wand, wird verankert und liefert je Arbeitsebene einen vollflächigen Belag mit dreiteiligem Seitenschutz. So erreicht der Maler jede Stelle der Fassade bequem, hat beide Hände frei und kann Farbe, Roller und Abdeckmaterial direkt auf der Ebene ablegen. Genau das macht ein Standgerüst dem Pinseln so viel angenehmer als eine Leiter – und es ist ab zwei Metern Höhe ohnehin die sichere Wahl.
Bei einzelnen, niedrigen Teilflächen – etwa einem Storenkasten, einem Garageneingang oder einem kurzen Wandstück bis rund vier Meter – kann ein Rollgerüst genügen. Es ist mobil, schnell aufgebaut und lässt sich entlang der Wand verschieben. Sobald aber eine ganze Fassade oder mehrere Geschosse gestrichen werden, führt am Fassadengerüst kein Weg vorbei. Welche Bauart wann passt, zeigt die Seite zum Fassadengerüst für Arbeiten an der Wand ausführlich.
Eine Faustregel: Je grösser die zu streichende Fläche und je höher die Wand, desto eher das Standgerüst. Für ein typisches Einfamilienhaus mit zwei Vollgeschossen ist das Fassadengerüst praktisch immer die richtige Lösung.
Was kostet ein Gerüst für Malerarbeiten?
Die Kosten für ein Malergerüst richten sich – wie bei jedem Fassadengerüst – nach der Gerüstfläche in Quadratmetern, der Höhe und der Mietdauer. Als Orientierung gelten in der Schweiz folgende Richtwerte für Auf- und Abbau inklusive erster Mietperiode:
- Niedrige Fassaden bis rund 8 m: etwa 8 bis 10 CHF pro m²
- Mittlere Höhen bis rund 16 m: etwa 12 bis 18 CHF pro m²
- Hohe Gebäude über 16 m: etwa 20 bis 40 CHF pro m²
Dazu kommt die einmalige Baustelleneinrichtung, beim Einfamilienhaus rund 350 bis 900 CHF. Ein Einfamilienhaus rundum für einen Anstrich einzurüsten kostet damit als Richtwert grob 3'000 bis 8'000 CHF. Ein Vorteil beim Streichen: Die Standzeit ist meist kürzer als bei einer Vollsanierung, weshalb das Malergerüst im Vergleich oft am unteren Rand der Spanne liegt.
Müssen nur eine oder zwei Seiten gestrichen werden, fällt entsprechend weniger Fläche an – Sie zahlen nur, was wirklich eingerüstet wird. Wie sich der Quadratmeterpreis im Einzelnen zusammensetzt, lesen Sie auf der Übersicht zu den Gerüstkosten in der Schweiz. Den konkreten Richtwert für Ihr Streichprojekt erhalten Sie sofort, wenn Sie Ihre Masse in den Richtpreis-Rechner eingeben.
Wie lange muss das Gerüst beim Streichen stehen?
Wie lange das Gerüst steht, hängt vom Umfang der Malerarbeiten ab – und der Punkt wird beim Anstrich gern unterschätzt. Anders als bei einer reinen Reparatur braucht ein Fassadenanstrich nicht nur Streichzeit, sondern auch Trocknungszeit zwischen Grundierung, erstem und zweitem Anstrich. Je nach Witterung und Anzahl Schichten zieht sich das über mehrere Tage. Das Gerüst muss diese ganze Zeit stehen bleiben.
Stimmen Sie die Standzeit darum eng mit dem Maler ab: Wann beginnt er, wie viele Schichten sind geplant, wie viele Trockentage liegen dazwischen? In der Miete ist üblicherweise eine Standard-Standzeit von mehreren Wochen enthalten, die für die meisten Anstriche reicht. Steht das Gerüst länger – etwa weil schlechtes Wetter den Anstrich verzögert –, fällt eine Mehrmiete an, als Richtwert rund 160 bis 410 CHF pro Woche oder 0.60 bis 2.– CHF pro m² und Monat. Wer Gerüst und Maler sauber terminiert, hält diese Vorhaltekosten tief. Geben Sie Ihre voraussichtliche Dauer im Formular an, damit der Richtpreis möglichst genau wird.
Selbst streichen vom Gerüst – worauf achten?
Viele Hauseigentümer streichen die Fassade selbst und lassen sich dafür nur das Gerüst stellen. Das ist gut möglich und spart die Malerstunden – sofern Sie das Gerüst nicht selbst aufbauen. Der Auf- und Abbau samt Verankerung gehört in Fachhände, das fertige Gerüst nutzen Sie dann gefahrlos zum Pinseln.
Beim Arbeiten auf dem Gerüst gelten klare Regeln: dreiteiliger Seitenschutz mit Geländerholm, Zwischenholm und Bordbrett an jeder Ebene, vollflächige und trittsichere Beläge, kein Übersteigen des Geländers und keine eigenmächtigen Umbauten am Gerüst. Verändern Sie nichts an Verankerung oder Belägen, um an eine schwer erreichbare Stelle zu kommen – melden Sie das dem Gerüstbauer. Die massgebenden Anforderungen an Seitenschutz, Beläge und Standsicherheit hält die SUVA für Gerüste und Absturzsicherung fest.
Praktisch heisst das: Material vor dem Hochsteigen bereitlegen, Farbeimer sicher abstellen statt ans Geländer hängen, bei Nässe oder Wind nicht streichen und den Aufstieg nur über die vorgesehene Innenleiter oder den Treppenturm nutzen. So streichen Sie genauso sicher wie ein Profi auf demselben Gerüst.
Malergerüst oder grössere Fassadenrenovation?
Beim reinen Anstrich bleibt das Gerüst ein einfaches Fassadengerüst – es trägt Maler, Farbe und etwas Abdeckmaterial, mehr braucht es nicht. Sobald aber mehr ans Haus kommt als Farbe, ändert sich die Rechnung. Bei einer Fassadenrenovation mit neuem Verputz, einer Aussenwärmedämmung oder ausgetauschten Fassadenplatten muss das Gerüst schwerere Lasten tragen, steht länger und braucht oft Konsolen oder grössere Belagbreiten. Das macht es pro Quadratmeter etwas teurer als das schlanke Malergerüst.
Die Abgrenzung lohnt sich, weil sie den Preis und die Standzeit beeinflusst. Geht es nur um einen frischen Anstrich, planen Sie mit dem günstigeren, kürzer stehenden Malergerüst. Steht eine umfassendere Erneuerung der Fassade an, finden Sie die Details auf der Seite zum Gerüst für die Fassadenrenovation. Welche Variante Ihr Vorhaben braucht, klärt der Gerüstbauer anhand Ihrer Angaben – eine erste Grössenordnung liefert in beiden Fällen der Richtpreis-Rechner.
Häufige Fragen zum Gerüst für Malerarbeiten
Brauche ich für einen Fassadenanstrich immer ein Gerüst?
Für eine ganze Fassade oder mehrere Geschosse praktisch immer. Ab zwei Metern Höhe ist ein gesicherter Stand vorgeschrieben, und ein Fassadengerüst ist dafür die sichere und bequeme Lösung. Nur einzelne niedrige Teilflächen lassen sich allenfalls von einem Rollgerüst aus streichen.
Reicht ein Rollgerüst zum Streichen?
Für kleine, niedrige Teilflächen bis rund vier Meter – etwa einen Storenkasten oder ein kurzes Wandstück – kann ein mobiles Rollgerüst genügen. Für eine ganze Fassade oder mehrere Geschosse ist es zu klein; dort braucht es ein verankertes Fassadengerüst.
Wie lange muss das Gerüst beim Streichen stehen?
So lange wie Anstrich und Trocknung dauern. Zwischen Grundierung, erstem und zweitem Anstrich liegen Trockentage, weshalb der ganze Vorgang je nach Witterung mehrere Tage bis Wochen beansprucht. Stimmen Sie die Standzeit eng mit dem Maler ab, damit das Gerüst nicht unnötig lange vorgehalten wird.
Kann ich die Fassade selbst vom Gerüst aus streichen?
Ja. Den Auf- und Abbau überlassen Sie dem Fachbetrieb, das fertige Gerüst nutzen Sie dann selbst. Halten Sie sich an den Seitenschutz, verändern Sie nichts am Gerüst und streichen Sie nicht bei Nässe oder Wind, dann arbeiten Sie genauso sicher wie ein Profi.
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