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Gerüst mieten

Ein Gerüst zu mieten heisst in den meisten Fällen, nicht bloss Material zu leihen, sondern eine Komplettleistung zu beziehen: Der Gerüstbauer liefert das Gerüst, baut es auf, hält es über die Bauzeit vor und baut es wieder ab. Für kurze, punktuelle Arbeiten gibt es daneben die Selbstmiete eines mobilen Rollgerüsts. Was die Miete für Ihr Vorhaben kostet, sehen Sie in 60 Sekunden: Richtpreis für Ihre Gerüstmiete berechnen – unverbindlich und kostenlos.

Was bedeutet „Gerüst mieten"?

„Gerüst mieten" kann zweierlei bedeuten, und die beiden Varianten unterscheiden sich stark in Preis und Aufwand. Bei der professionellen Miete eines Fassadengerüsts beziehen Sie die ganze Leistung: Lieferung, fachgerechter Aufbau, Vorhaltung über die Standzeit, Abbau und Abtransport. Das ist der Normalfall, sobald über mehrere Tage flächig an einer Fassade oder am Dach gearbeitet wird. Bei der Selbstmiete leihen Sie dagegen nur ein mobiles Rollgerüst und stellen es selbst auf – eine günstige Lösung für einen einzelnen Storenkasten, eine Lampe oder einen kleinen Anstrich in mässiger Höhe, aber keine Option für eine ganze Fassade.

Mobiles Rollgerüst, wie man es für kurze Arbeiten selbst mieten kann
Abb. — Mobiles Rollgerüst: die Selbstmiete-Variante für kurze Arbeiten

Diese Seite behandelt vor allem die professionelle Miete eines Baugerüsts. Geht es Ihnen nur um die Preise pro Woche, finden Sie die Details unter Gerüst mieten – Kosten.

Was ist in der Gerüstmiete enthalten?

Wer ein Fassadengerüst mietet, mietet eine Dienstleistung, kein blosses Material. Im üblichen Quadratmeterpreis sind enthalten:

  • Lieferung und Materialtransport zur Baustelle,
  • der fachgerechte Aufbau inklusive Verankerung und dreiteiligem Seitenschutz,
  • die Vorhaltung über eine Standard-Standzeit von mehreren Wochen,
  • der Abbau und der Abtransport nach den Arbeiten,
  • die Prüfung und Freigabe des Gerüsts durch den Betrieb.

Nicht in der Miete enthalten sind je nach Projekt eine allfällige Bewilligung für öffentlichen Grund sowie Zuschläge für erschwerte Zugänglichkeit oder grosse Höhe. Steht das Gerüst länger als die enthaltene Standzeit, kommt eine Mehrmiete dazu – wie diese abgerechnet wird, lesen Sie unter Gerüstmiete pro Woche.

Wie läuft das Mieten eines Gerüsts ab?

Von der Anfrage bis zum fertigen Gerüst sind es wenige Schritte:

  1. Projekt beschreiben – Gerüsttyp, die Masse Ihrer Liegenschaft und die voraussichtliche Standzeit.
  2. Richtpreis erhalten – sofort eine unverbindliche Preisspanne über den Rechner.
  3. Offerte anfordern – passt die Grössenordnung, erstellt ein Partnerbetrieb die verbindliche Offerte.
  4. Termin und Aufbau – der Betrieb liefert und baut das Gerüst auf, meist innert weniger Werktage.
  5. Nutzung und Abbau – nach den Arbeiten wird das Gerüst geprüft, abgebaut und abtransportiert.

Sie als Auftraggeber müssen wenig vorbereiten: freien Zugang rund ums Gebäude, einen Parkplatz fürs Lieferfahrzeug und – falls nötig – die Bewilligung für öffentlichen Grund.

Welchen Gerüsttyp mieten Sie?

Was Sie mieten, hängt von der Arbeit ab. Für Arbeiten über die ganze Fassade ist das Fassadengerüst der Standard; für eine Rundum-Sanierung das umlaufende Gerüst, für Dacharbeiten ein Fassadengerüst mit Dachfang und für die PV-Montage ein Solar-/PV-Gerüst. Für kurze Arbeiten in mässiger Höhe genügt ein mobiles Rollgerüst. Einen Überblick über alle Typen gibt die Übersicht der Gerüstarten.

Gerüst mieten oder kaufen?

Für ein einzelnes Bauvorhaben ist Mieten praktisch immer die richtige Wahl. Ein eigenes Gerüst zu kaufen bindet Kapital, braucht Lagerplatz und verlangt Fachwissen für den sicheren Aufbau – das lohnt sich nur für Betriebe mit dauerndem Bedarf. Als Bauherrschaft mieten Sie die fertige Leistung und überlassen Aufbau, Verankerung und Abnahme dem Fachbetrieb, der dafür auch die Verantwortung trägt.

Gerüst mieten oder selber stellen?

Ein Rollgerüst für eine kurze Arbeit dürfen Sie selbst aufstellen. Bei einem Fassadengerüst über mehrere Meter Höhe wird es heikel: Verankerung, Seitenschutz und Standsicherheit unterliegen den Vorgaben der SUVA zu Arbeitsgerüsten, und die Verantwortung läge bei Ihnen. Für eine ganze Fassade mietet man darum die Leistung samt Aufbau. Die Abwägung im Detail – Haftung, Sicherheit und Kosten – behandelt der Ratgeber Gerüst selber stellen oder Profi beauftragen.

Häufige Fragen zum Gerüst mieten

Was kostet es, ein Gerüst zu mieten?

Ein Fassadengerüst kostet als Richtwert rund 8 bis 40 CHF pro m², je nach Höhe – inklusive Auf- und Abbau und einer Standard-Mietdauer. Ein Einfamilienhaus komplett einzurüsten liegt grob bei 3'000 bis 8'000 CHF. Die Preise pro Woche und die Mehrmiete erklärt die Seite Gerüst mieten – Kosten; den genauen Richtwert liefert der Richtpreis-Rechner.

Mietet man ein Gerüst inklusive Aufbau?

Ja. Bei der professionellen Miete eines Fassadengerüsts sind Lieferung, Aufbau, Vorhaltung und Abbau im Preis enthalten – Sie mieten eine Leistung, nicht nur das Material. Nur das mobile Rollgerüst wird oft als reine Selbstmiete ohne Aufbau abgegeben.

Wie lange kann ich ein Gerüst mieten?

So lange Sie es brauchen. In der Miete ist eine Standard-Standzeit von mehreren Wochen enthalten; danach fällt eine Mehrmiete pro Woche oder Monat an. Eine feste Obergrenze gibt es nicht, das Gerüst muss aber über die ganze Mietdauer normgerecht verankert und geprüft bleiben.

Kann ich ein Gerüst auch selbst aufbauen?

Ein mobiles Rollgerüst ja, eine ganze Fassadeneinrüstung in der Regel nicht: Verankerung, Seitenschutz und Standsicherheit unterliegen den SUVA-Vorgaben, und die Verantwortung läge bei Ihnen. Für eine Fassade mietet man darum die Leistung inklusive fachgerechtem Aufbau.

Gerüstmiete-Richtpreis berechnen

Statt mit einem pauschalen Wochensatz zu rechnen, beschreiben Sie Ihr Vorhaben einmal genau: Gerüsttyp, die Masse Ihrer Liegenschaft und die voraussichtliche Standzeit. Daraus erhalten Sie sofort einen Richtpreis inklusive Mietkosten – kostenlos und unverbindlich. Passt die Grössenordnung, fordern Sie mit einem Klick die verbindliche Offerte an, die ein Partner-Gerüstbauer erstellt.

Weiterführend

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