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Gerüst mieten: Was kostet das pro Woche?

Wer ein Gerüst mieten will, denkt zuerst an die Kosten pro Woche – doch genau das ist oft der falsche Ausgangspunkt. Im üblichen Quadratmeterpreis ist nämlich bereits eine Standard-Mietdauer von mehreren Wochen enthalten. Erst wenn das Gerüst länger steht, zahlen Sie zusätzlich: als Richtwert rund 160.– bis 410.– CHF pro Woche Mehrmiete oder 0.60 bis 2.– CHF pro m² und Monat Vorhaltung. Was die Gerüstmiete für Ihr Objekt konkret kostet, sehen Sie in 60 Sekunden im Richtpreis-Rechner für Ihr Gerüst – kostenlos und unverbindlich.

Auf dieser Seite geht es ausschliesslich um die Mietkosten und die Mietdauer: was die erste Mietperiode abdeckt, was die Verlängerung pro Woche und Monat kostet und wie Sie über eine sauber geplante Standzeit bares Geld sparen. Alle Beträge sind Richtwerte, keine Offerte – die verbindliche Offerte erstellt am Ende ein Gerüstbauer.

Was ist in der Miete bereits enthalten?

Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Sie mieten ein Fassadengerüst in der Regel nicht „pro Woche", sondern als Paket. Der Quadratmeterpreis – rund 8.– bis 40.– CHF pro m² je nach Höhe – umfasst neben Auf- und Abbau bereits eine Standard-Standzeit. Diese liegt je nach Betrieb bei mehreren Wochen, häufig vier bis sechs, und reicht für die meisten Maler-, Verputz- oder Fenstertauscharbeiten am Einfamilienhaus aus.

Solange Ihr Vorhaben innerhalb dieser Frist abgeschlossen ist, fällt keine separate Wochenmiete an. Die Miete ist also nicht der Hauptkostentreiber, sondern ein Aufschlag, der erst beim Vorhalten über die Standzeit hinaus greift. Wie sich der m²-Preis selbst zusammensetzt, lesen Sie ausführlich auf der Übersicht zu den Gerüstkosten in der Schweiz.

Was kostet die Verlängerung pro Woche und Monat?

Steht das Gerüst länger als die enthaltene Standzeit, wird eine Mehrmiete verrechnet. Sie wird entweder pro Woche oder als Vorhaltung pro Quadratmeter und Monat abgerechnet – je nachdem, wie der Betrieb kalkuliert. Massgebend für den Betrag ist die Grösse des Gerüsts: Ein kleines Gerüst am Einfamilienhaus vorzuhalten kostet deutlich weniger als ein umlaufendes Gerüst an einem Mehrfamilienhaus.

Die folgende Tabelle zeigt die Verlängerungskosten nach Gerüstgrösse als Orientierung. Es sind runde Richtwerte – der tatsächliche Wochensatz hängt von Objekt, Region und Saison ab.

GerüstgrösseMehrmiete pro Woche (CHF)Vorhaltung pro Monat (CHF)
Kleines Gerüst (1 Seite, ~80 m²)160.– bis 220.–0.60 bis 1.– pro m²
Mittleres Gerüst (Einfamilienhaus, ~250 m²)240.– bis 340.–1.– bis 1.50 pro m²
Grosses Gerüst (umlaufend / MFH, ~500 m²)340.– bis 410.–1.50 bis 2.– pro m²

Richtwert, keine Offerte. Den exakten Mietpreis für Ihr Gerüst ermitteln Sie mit dem Richtpreis-Rechner.

Praktisch heisst das: Eine zusätzliche Woche Standzeit schlägt am Einfamilienhaus mit grob 250 bis 350 CHF zu Buche, ein ganzer Verlängerungsmonat mit mehreren hundert Franken. Diese Beträge summieren sich rasch, wenn Bauarbeiten ins Stocken geraten – ein Grund mehr, die Dauer realistisch zu planen.

Wovon hängen die Mietkosten ab?

Die Mietkosten richten sich im Kern nach zwei Grössen: der Gerüstfläche und der zusätzlichen Standzeit. Beide multiplizieren sich – ein grosses Gerüst, das lange steht, ist der teuerste Fall, ein kleines Gerüst für eine kurze Reparatur der günstigste.

Die Fläche bestimmt den absoluten Wochen- oder Monatssatz: Je mehr Quadratmeter vorgehalten werden, desto höher die Vorhaltemiete. Bei der Abrechnung pro m² und Monat sehen Sie das direkt; bei der Pauschale pro Woche steckt die Fläche im höheren oder tieferen Wochensatz. Die Mietdauer über die Standzeit hinaus ist der zweite Hebel: Nur die Wochen, die über die enthaltene Periode hinausgehen, kosten extra. Wer innerhalb der Standzeit fertig wird, zahlt für die Miete gar nichts zusätzlich.

Nicht zu den Mietkosten gehören die einmalige Baustelleneinrichtung und der eigentliche Auf- und Abbau – diese fallen unabhängig von der Dauer an und stecken im Grundpreis. Die Miete ist allein der zeitabhängige Teil. Geben Sie Ihre voraussichtliche Standzeit im Formular an, damit der Richtpreis die Vorhaltung korrekt einrechnet.

Mieten oder stellen: Wann lohnt sich ein Rollgerüst?

„Gerüst mieten" kann zweierlei bedeuten. Beim klassischen Fassadengerüst mieten Sie nicht das blosse Material, sondern die komplette Leistung: Der Gerüstbauer liefert, baut auf, hält vor und baut wieder ab. Diese Form ist für ganze Fassaden und längere Arbeiten der Normalfall.

Für kleine, punktuelle Arbeiten – ein Storenkasten, eine Lampe am Vordach, ein Ausbessern in mässiger Höhe – ist ein vollständiges Fassadengerüst überdimensioniert. Hier ist ein mobiles Gerüst die günstigere Wahl: Das Rollgerüst für kurze Arbeiten in der Höhe wird oft tageweise oder als reine Materialmiete abgerechnet und spart den aufwendigen Auf- und Abbau. Sobald aber über mehrere Tage flächig an der Wand gearbeitet wird, ist das standfeste Fassadengerüst für Arbeiten an der ganzen Fassade sicherer und am Ende meist auch wirtschaftlicher. Welche Variante zu Ihrem Vorhaben passt, zeigt Ihnen der Richtpreis-Rechner anhand Ihrer Angaben.

Wie senken Sie die Mietkosten?

Die Vorhaltemiete ist der einzige Kostenblock, den Sie über die Planung direkt beeinflussen. Wer die Standzeit kurz hält, zahlt schlicht weniger – ohne an der Sicherheit zu sparen. Diese Punkte halten die Gerüstmiete tief:

  • Standzeit realistisch ansetzen. Sprechen Sie die Dauer vorab mit Maler, Dachdecker oder Solarteur ab und planen Sie keinen grosszügigen Puffer „auf Verdacht". Jede Woche zu viel kostet einen festen Betrag.
  • Gewerke nacheinander takten. Wenn Fassade, Spenglerei und Dach am Stück abgearbeitet werden, bleibt das Gerüst kürzer stehen, als wenn zwischen den Etappen Leerlauf liegt.
  • Vor der Bausaison anfragen. In ruhigeren Wochen lässt sich der Aufbau besser terminieren, und es entsteht kein Druck, das Gerüst „sicherheitshalber" länger zu behalten.
  • Nur einrüsten, was nötig ist. Reicht eine Seite, etwa bei einem Teilanstrich, mieten Sie weniger Fläche – und damit auch eine tiefere Vorhaltung pro Woche.

Ein letzter Hinweis: Vergleichen Sie zwei Mietofferten nicht nur am Wochensatz, sondern prüfen Sie, wie viele Wochen Standzeit bereits im Grundpreis enthalten sind. Eine scheinbar günstige Pauschale mit kurzer Standzeit kann teurer werden als ein höherer Grundpreis mit grosszügiger Standzeit.

Vorschriften zur Standzeit und Abnahme

Die Mietdauer ist nicht nur eine Preisfrage, sondern auch eine Sicherheitsfrage. Ein Gerüst, das über Wochen steht, ist Wind, Wetter und Erschütterungen ausgesetzt. Nach dem Aufbau wird es geprüft und freigegeben; nach Stürmen, längeren Pausen oder wesentlichen Änderungen ist eine erneute Kontrolle nötig, bevor wieder darauf gearbeitet werden darf. Die massgebenden Anforderungen an Verankerung, Seitenschutz und Abnahme hält die SUVA für Gerüste und Absturzsicherung fest.

Verantwortlich für den sicheren Zustand über die gesamte Mietdauer bleibt der ausführende Betrieb – das ist ein Grund, warum die professionelle Miete eines Fassadengerüsts mehr umfasst als nur das blosse Material. Wer ein Gerüst über Monate vorhält, sollte diesen Aspekt im Preisvergleich mitdenken.

Häufige Fragen zur Gerüstmiete

Wie viel kostet es, ein Gerüst pro Woche zu mieten?

Über die im Grundpreis enthaltene Standzeit hinaus kostet die Gerüstmiete als Richtwert rund 160.– bis 410.– CHF pro Woche, je nach Gerüstgrösse. Am Einfamilienhaus liegt eine Verlängerungswoche grob bei 240.– bis 340.– CHF. Innerhalb der Standard-Standzeit fällt keine separate Wochenmiete an.

Ist die Miete im Quadratmeterpreis enthalten?

Ja, eine Standard-Mietdauer von mehreren Wochen ist im m²-Preis bereits eingerechnet. Sie zahlen erst dann zusätzlich, wenn das Gerüst länger steht als diese enthaltene Periode. Dieser Aufschlag heisst Mehrmiete oder Vorhaltung.

Wie wird die Verlängerung der Mietdauer abgerechnet?

Die Verlängerung wird entweder pauschal pro Woche oder als Vorhaltung pro Quadratmeter und Monat verrechnet – als Richtwert 0.60 bis 2.– CHF pro m² und Monat. Welche Variante gilt, hängt vom Betrieb ab; massgebend für die Höhe ist immer die Grösse des Gerüsts.

Lohnt sich Mieten oder ein eigenes Gerüst für kurze Arbeiten?

Für eine einzelne, kurze Arbeit in mässiger Höhe ist ein mobiles Rollgerüst meist günstiger, weil der aufwendige Auf- und Abbau eines Fassadengerüsts entfällt. Sobald über mehrere Tage flächig an der Wand gearbeitet wird, ist das gemietete Fassadengerüst sicherer und wirtschaftlicher.

Wie lange darf ein gemietetes Gerüst stehen?

Grundsätzlich so lange, wie Sie es vorhalten und bezahlen – eine feste Obergrenze gibt es nicht. Sicherheitstechnisch muss das Gerüst über die gesamte Standzeit normgerecht verankert und nach Stürmen oder Änderungen erneut geprüft sein, bevor wieder darauf gearbeitet wird.

Ihren Mietpreis in Sekunden berechnen

Statt mit einem pauschalen Wochensatz zu rechnen, beschreiben Sie Ihr Vorhaben einmal genau: Gerüsttyp, die Masse Ihrer Liegenschaft und die voraussichtliche Standzeit. Daraus erhalten Sie sofort einen Richtpreis inklusive Mietkosten – kostenlos und unverbindlich. Passt die Grössenordnung, fordern Sie mit einem Klick die verbindliche Offerte an, die ein Partner-Gerüstbauer erstellt.

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