Gerüst für die Solaranlage
Wer eine Solaranlage montieren lässt, braucht für die Arbeiten am Dach fast immer ein Gerüst – konkret ein Fassadengerüst mit Dachfang auf der Dachseite, auf der die Module liegen. Das Gerüst dient dem Solarteur als sichere Standfläche und schützt vor Absturz, solange am Dachrand gearbeitet wird. Weil bei der PV-Montage meist nur eine Dachseite eingerüstet wird und das Gerüst nur wenige Wochen steht, ist es im Verhältnis zur Investition in die Photovoltaik ein vergleichsweise kleiner Posten. Was das Gerüst für Ihr Dach ungefähr kostet, sehen Sie in 60 Sekunden: Richtpreis für Ihr Solargerüst berechnen – kostenlos und unverbindlich.
Welches Gerüst braucht es für die Solaranlage?
Für die Montage einer Photovoltaik-Anlage braucht es ein Gerüst, das zwei Aufgaben erfüllt: Es gibt dem Solarteur eine ebene Arbeitsfläche entlang der Traufe und es fängt einen möglichen Sturz vom Dach auf. In der Praxis ist das ein Fassadengerüst mit Dachfanggerüst auf der Dachseite mit den Modulen. Der obere Belag liegt knapp unter der Traufe, eine zusätzliche Fanglage mit erhöhtem Schutzgitter verhindert, dass jemand über die Dachkante stürzt.
Anders als bei einer Fassadenrenovation muss selten das ganze Gebäude eingerüstet werden. Liegen die Module nur auf einer Dachfläche, genügt das Gerüst auf dieser einen Seite. Erst bei Anlagen über First und Walm oder bei zwei Dachflächen kommen weitere Seiten dazu. Welcher Aufbau im Detail nötig ist, hängt von Dachneigung, Höhe und Modulanordnung ab – die Grundlagen fasst die Seite zum Solar- und PV-Gerüst zusammen. Sind Sie unsicher, welche Variante zu Ihrem Dach passt, hilft die Auswahlhilfe für das richtige Solargerüst mit einer ersten Einordnung.
Was kostet das Gerüst bei der PV-Montage?
Die Gerüstkosten für eine Solaranlage richten sich nach der eingerüsteten Fläche, der Höhe und der Standzeit. Weil bei der PV-Montage oft nur eine Dachseite eingerüstet wird und das Gerüst nur wenige Wochen steht, bleibt der Betrag in einem überschaubaren Rahmen. Als Orientierung gelten dieselben Quadratmeter-Richtwerte wie beim Fassadengerüst:
- Niedrige Häuser bis rund 8 m Traufhöhe: etwa 8 bis 10 CHF pro m²
- Mittlere Höhen bis rund 16 m: etwa 12 bis 18 CHF pro m²
- Hohe Gebäude über 16 m: etwa 20 bis 40 CHF pro m²
Diese Sätze decken Auf- und Abbau sowie die erste Mietperiode ab. Dazu kommt eine einmalige Baustelleneinrichtung, beim Einfamilienhaus rund 350 bis 900 CHF. Für den Dachfang fällt je nach Ausführung ein Zuschlag pro Laufmeter an – als Richtwert 18 bis 24 CHF pro Laufmeter für einen Spenglergang oder 7 bis 14 CHF pro Laufmeter für eine Dachschutzwand. Für eine typische PV-Anlage auf einer Dachseite eines Einfamilienhauses liegt das Gerüst damit oft im niedrigen vierstelligen Bereich – ein kleiner Anteil an den Gesamtkosten der Photovoltaik-Anlage.
Das sind Richtwerte. Wie sich der Quadratmeterpreis im Einzelnen zusammensetzt, lesen Sie unter Gerüstkosten in der Schweiz. Den konkreten Richtwert für Ihr Dach erhalten Sie sofort, wenn Sie Ihre Masse in den Richtpreis-Rechner eingeben.
Wie lange steht das Gerüst bei einer Solarmontage?
Die Montage einer Photovoltaik-Anlage geht schnell – die eigentliche Arbeit am Dach dauert auf einem Einfamilienhaus meist nur wenige Tage. Entsprechend kurz steht das Gerüst: häufig nur ein bis drei Wochen, oft im Rahmen einer einzigen Mietperiode. Diese kurze Standzeit ist der Hauptgrund, warum das Gerüst bei der Solarmontage so günstig ausfällt – die Vorhaltemiete, die bei langen Sanierungen ins Gewicht fällt, spielt hier kaum eine Rolle.
Damit es bei dieser Spanne bleibt, lohnt es sich, den Gerüsttermin eng mit dem Solarteur abzustimmen. Steht das Gerüst, bevor die Module geliefert sind, oder bleibt es nach der Montage stehen, weil noch ein Elektriker fehlt, zahlen Sie unnötige Vorhaltewochen. Geben Sie Ihre voraussichtliche Dauer im Formular an, damit der Richtpreis Ihre tatsächliche Standzeit abbildet.
Sicherheit am Dach bei der Solarmontage
Bei der PV-Montage wird über längere Zeit nah an der Dachkante gearbeitet – das ist der Bereich mit dem höchsten Absturzrisiko. Genau dafür ist das Gerüst da: Der Dachfang fängt einen Sturz auf, bevor er gefährlich wird. Ab zwei Metern Absturzhöhe ist eine Absturzsicherung Pflicht, und am Dach übernimmt diese Aufgabe das Dachfanggerüst mit seiner erhöhten Schutzlage. Die Beläge müssen vollflächig und trittsicher ausgelegt sein, der Aufstieg über Innenleiter oder Treppenturm erfolgen.
Die Sicherheit am Dach ist kein Punkt, an dem sich sparen lässt – ein fehlender Dachfang macht die Montage nicht nur gefährlich, sondern auch unzulässig. Der Branchenverband Swissolar mit Hinweisen zur Solarmontage und die Vorgaben für gewerbliche Solarinstallationen unterstreichen, dass die Absturzsicherung zum Auftrag dazugehört. Verantwortlich für den normgerechten Aufbau ist der ausführende Gerüstbauer; nach der Montage wird das Gerüst geprüft und freigegeben, bevor der Solarteur das Dach betritt.
Häufige Fragen zum Gerüst für die Solaranlage
Brauche ich für meine Solaranlage zwingend ein Gerüst?
Sobald am Dachrand gearbeitet wird und die Absturzhöhe zwei Meter übersteigt, ist eine Absturzsicherung Pflicht – in den allermeisten Fällen ist das ein Dachfanggerüst. Nur bei sehr niedrigen Flachdächern oder mit fest installierten Anschlagpunkten kann darauf verzichtet werden. Für ein Schrägdach am Einfamilienhaus gehört das Gerüst praktisch immer dazu.
Muss das ganze Haus eingerüstet werden?
Nein. Liegen die Module nur auf einer Dachfläche, genügt das Gerüst auf dieser einen Seite. Erst bei zwei Dachflächen oder einer Anlage über First und Walm kommen weitere Seiten dazu. Diese Beschränkung auf das Nötige hält die Gerüstkosten bei der Solarmontage tief.
Wie viel macht das Gerüst an den Gesamtkosten der Solaranlage aus?
Im Verhältnis zur Investition in Module, Wechselrichter und Montage ist das Gerüst ein kleiner Posten – bei einer Anlage auf einer Dachseite eines Einfamilienhauses oft im niedrigen vierstelligen Bereich. Weil meist nur eine Seite eingerüstet wird und das Gerüst nur wenige Wochen steht, bleibt der Anteil überschaubar.
Wann sollte das Gerüst stehen?
Das Gerüst sollte stehen, bevor die Module geliefert und montiert werden, und kann direkt nach Abschluss der Dacharbeiten wieder abgebaut werden. Stimmen Sie den Termin mit dem Solarteur ab, damit keine unnötigen Vorhaltewochen entstehen. Wer früh anfragt, sichert sich gerade in der Bausaison den Wunschtermin.
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