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Gerüstbau Basel

Ein Einfamilienhaus rundum einzurüsten kostet in der Region Basel rund 5'600 bis 6'100 Franken für den ersten Monat, eine einzelne Fassadenseite etwa 2'400 bis 2'700 Franken. Der Quadratmeterpreis folgt der Gerüstfläche und ist in Riehen derselbe wie in Reinach. Was die Region Basel eigen macht, ist die Zuständigkeit: Die Agglomeration liegt auf zwei Kantonsgebieten, und davon hängt ab, wer Ihr Gerüst auf öffentlichem Grund bewilligt.

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Gerüstmontage an einer Hausfassade
Abb. — Montage eines Fassadengerüsts

Was kostet ein Gerüst in Basel?

Grundlage ist die Gerüstfläche: Fassadenlänge plus Ecküberstand mal Traufhöhe, für jede eingerüstete Seite. Grössere Flächen werden pro Quadratmeter günstiger, weil sich Anfahrt und Rüstzeit verteilen.

GerüstflächeAuf- und Abbautypisches Basler Objekt
unter 100 m²9.00 – 11.00 CHF/m²Hoffassade, Anbau, einzelne Seite
100 – 500 m²8.00 – 9.00 CHF/m²Einfamilienhaus im Baselbiet
über 500 m²7.50 – 8.50 CHF/m²Gundeldinger oder Kleinbasler Blockrand

Dazu kommen die Baustelleneinrichtung – beim Einfamilienhaus rund 250 bis 450 Franken – und die Miete ab dem ersten Monat, beim Einfamilienhaus rund 350 bis 410 Franken pro Monat. Die Herleitung steht unter Gerüstkosten pro Quadratmeter und Gerüstkosten.

Die typischen Basler Gründerzeit-Blockrandbauten im Gundeldinger Quartier, im Matthäus- oder im Wettsteinquartier kommen schnell über 500 m² Gerüstfläche und landen damit im günstigsten Tarifband. Wer eine Liegenschaft in einem Zug einrüstet statt Fassade für Fassade, zahlt die Baustelleneinrichtung einmal statt dreimal.

Basel-Stadt oder Baselland: zwei Bewilligungswege

Das ist der praktisch wichtigste Unterschied in dieser Region. Die Basler Agglomeration verteilt sich auf zwei Kantone, und wer Ihr Gerüst auf öffentlichem Grund bewilligt, hängt davon ab, wo das Haus steht:

  • Basel-Stadt (Basel, Riehen, Bettingen): Die Nutzung von öffentlichem Grund läuft hier unter dem Begriff Allmend. Ragt das Gerüst auf Trottoir, Strasse oder ein Parkfeld, braucht es eine entsprechende Bewilligung; sie ist gebührenpflichtig, bemessen nach beanspruchter Fläche und Dauer. Als Stadtkanton hat Basel-Stadt dafür eine einheitliche, durchorganisierte Praxis – ein Ansprechpartner für das ganze Kantonsgebiet.
  • Basel-Landschaft (Allschwil, Binningen, Muttenz, Pratteln, Liestal, Reinach und die übrigen Gemeinden): Hier bewilligt die jeweilige Gemeinde, und die Praxis unterscheidet sich von Ort zu Ort – andere Formulare, andere Gebühren, andere Fristen.

Für Sie heisst das: Eine Offerte, die für ein Objekt in Basel-Stadt gerechnet wurde, lässt sich nicht ungeprüft auf ein Objekt in Muttenz übertragen. Fragen Sie bei der Offerte ausdrücklich, ob Bewilligung und Gebühr enthalten oder separat verrechnet werden. Das Gesuch stellt in der Regel der ausführende Gerüstbauer, die Gebühr trägt die Bauherrschaft.

Grenzt Ihr Grundstück an Frankreich oder Deutschland, gilt trotzdem Schweizer Recht für die Baustelle – die Bauarbeitenverordnung endet an der Landesgrenze, nicht an der Kantonsgrenze. Die allgemeinen Regeln stehen unter Gerüst-Bewilligung in der Schweiz.

Grossbasel, Kleinbasel, Baselbiet: drei Bauwelten

Grossbasler Altstadt. Rund um Münsterhügel, Spalenberg und Leonhardsberg stehen historische Häuser in ansteigenden, teils treppenartigen Gassen. Drei Dinge treffen dort zusammen: keine Zufahrt für ein Lieferfahrzeug, also Handtransport; stark geneigter Untergrund, also Höhenausgleich und Schrägabstützungen am Gerüstfuss; und Denkmalpflege-Auflagen zu Verankerungspunkten, Netzen und Planen. Klären Sie diese Auflagen vor der Offerte – nachträglich ändert sich sonst die Kalkulation.

Kleinbasel und die Gründerzeitquartiere. Im Matthäus-, Klybeck- und Gundeldinger Quartier dominiert geschlossene Blockrandbebauung mit gut verankerbarem Mauerwerk. Die Strassenfassade ist unproblematisch, der Innenhof dagegen oft nur durch eine Hauseinfahrt oder das Treppenhaus erreichbar. Führt der einzige Zugang über eine Nachbarparzelle, brauchen Sie deren Zustimmung – das vorher zu klären erspart den häufigsten Nachtrag.

Baselbieter Gemeinden. In Allschwil, Reinach, Therwil oder Münchenstein überwiegen freistehende Ein- und Mehrfamilienhäuser mit Vorplatz und Zufahrt. Das sind Standardeinrüstungen: ein halber bis ganzer Tag Aufbau, kein Handtransport, und meistens gar keine Bewilligung, weil das Gerüst vollständig auf der eigenen Parzelle bleibt.

Die Region hat zudem viel Industrie- und Arealbau. Dort geht es selten um ein Fassadengerüst, sondern um Sonderkonstruktionen, Hänge- und Schutzgerüste mit eigener Statik – ein anderes Kapitel, das die Seite Spezialgerüste behandelt.

Welche Gerüstart brauchen Sie?

Die vollständige Übersicht steht unter Gerüstarten.

Von der Anfrage zur Offerte

Wir sind ein neutraler Richtpreis- und Vermittlungsdienst und bauen selbst keine Gerüste. Sie geben die Masse Ihres Objekts ein, erhalten sofort eine Spanne und entscheiden dann, ob Sie daraus eine verbindliche Offerte bei einem Partnerbetrieb anfordern – erst dann geben Sie Ihre Kontaktdaten heraus.

Gerade in dieser Region lohnt sich der Zwischenschritt: Weil Basel-Stadt und Baselland unterschiedlich bewilligen, sind Offerten oft schwer vergleichbar. Mit einer Richtgrösse im Rücken erkennen Sie, ob eine Differenz aus der Gerüstleistung stammt oder aus Nebenpositionen. Wie der Rechner arbeitet, steht unter So funktioniert's.

Häufige Fragen zum Gerüstbau in Basel

Was kostet ein Gerüst für ein Einfamilienhaus in Basel?

Ein Einfamilienhaus mit rund 10 × 8 Metern Grundriss und 7 Metern Traufhöhe kostet rundum eingerüstet etwa 5'600 bis 6'100 Franken für den ersten Monat inklusive Mehrwertsteuer, jeder weitere Monat rund 350 bis 410 Franken Vorhaltemiete. Eine einzelne Fassadenseite liegt bei rund 2'400 bis 2'700 Franken. Reicht das Gerüst auf öffentlichen Grund, kommt die Bewilligungsgebühr dazu.

Wer bewilligt ein Gerüst auf öffentlichem Grund in der Region Basel?

Das hängt vom Kanton ab. In Basel-Stadt, also in Basel, Riehen und Bettingen, läuft die Nutzung von öffentlichem Grund unter dem Begriff Allmend und wird kantonal einheitlich bewilligt. In Basel-Landschaft bewilligt die jeweilige Gemeinde – Allschwil, Muttenz, Pratteln oder Liestal handhaben Formulare, Gebühren und Fristen je eigenständig. Das Gesuch stellt üblicherweise der ausführende Gerüstbauer.

Ist ein Gerüst in Basel-Stadt teurer als im Baselbiet?

Der Quadratmeterpreis für Auf- und Abbau ist derselbe. Teurer wird in der Stadt die Baustelleneinrichtung: Bewilligungsgebühren für die Allmend, Fussgängerschutz, Verkehrssicherung und Handtransport, wo kein Lastwagen zufährt. Im Baselbiet steht das Gerüst dagegen meist vollständig auf der eigenen Parzelle – dann entfällt die Bewilligung ganz.

Was ist beim Einrüsten in der Grossbasler Altstadt zu beachten?

Drei Dinge: keine Zufahrt, also Handtransport des Materials; stark geneigter Untergrund, der Höhenausgleich und Schrägabstützungen am Gerüstfuss nötig macht; und Auflagen der Denkmalpflege zu Verankerungspunkten, Netzen und Planen. Diese Auflagen sollten vor der Offerte geklärt sein, sonst ändert sich die Kalkulation nachträglich.

Wie komme ich an die Hoffassade eines Blockrandhauses?

Meist über die Hauseinfahrt oder das Treppenhaus, was Handtransport bedeutet und die Montagezeit verlängert. Führt der einzige Zugang über eine Nachbarparzelle, brauchen Sie deren Zustimmung. Das vor der Offerte zu klären, verhindert den häufigsten Nachtrag bei Gründerzeitliegenschaften im Gundeldinger und Matthäusquartier.

Bauen Sie das Gerüst selbst?

Nein. Wir berechnen den Richtpreis und vermitteln Ihre Anfrage an einen Partnerbetrieb, der ausführt. Weil wir nicht selbst ausführen, ordnen wir Gerüstart, Standzeit und Kosten neutral ein, statt Ihnen eine Lösung zu verkaufen.

Masse bereit? Dann holen Sie sich jetzt Ihren unverbindlichen Richtpreis – bevor Sie die erste Offerte einholen.

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